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Dienstag, 17. September 2013

Papa Schlumpfs Crystal

Morgen findet die letzt Prüfung für dieses Semester statt. Der Weg zu einem Masterabschluss ist lang ... lang und hart. Fast so hart wie die Trips, wenn man von Papa Schlumpfs magischem Crystal kostet.
... ja natürlich kenne ich Papa Schlumpf. Ich war damals selbst ein Schlumpf und hatte eine glückliche Kindheit in Schlumpfhausen ... na ja, glücklich bis zu jenem verhängnisvollen Tag zumindest.

Es war damals 1995, an einem ganz gewöhnlichen Sommermorgen. Wie so oft war ich damit beschäftigt Schlumpfbeeren zu sammeln und ein fröhliches Schlumpfenlied zu summen. Doch wie ich so durch die Schlumpfbeerbüsche streifte, bemerkte ich ein Rascheln und seltsame Geräusche in einiger Entfernung. Nichts böses ahnend näherte ich mich der Geräuschquelle, doch was ich dann sah sollte mein Leben auf ewig ändern: Es war Papa Schlumpf und Schlumpfine ... Mit seiner blauen Zunge leckte er über ihre blanken, prallen Brüste und mit seinem riesigen Penis schlumpfte er sie heftig von hinten. Papaschlumpf hatte uns doch nie erklärt was Geschlechtsverkehr ist, wie sollte ich wissen, was da passiert?
Doch es wurde noch schlimmer, Hefti-Schlumpf tauchte bei den beiden auf. Inzwischen weiß ich, warum er Hefti heißt ... er holte seine Peitsche raus und begann ebenfalls es Schlumpfine heftig zu besorgen. Ihre quälenden Schreie schallten durch den halben Wald ... und doch schien sie irgendwie zu genießen, was Papa und Hefti mit ihr taten.
Verwirrt torkelte ich durch den Wald, benommen von den verstörenden Bildern in meinem Kopf. Am Abend dann ging ich zu Papa Schlumpf und fragte ihn, was da im Wald passiert war.

Ein tötlicher Fehler, denn Papa war gar nicht erschlumpft darüber, dass ich ihn bei seinem lüsternen Treiben beobachtet hatte. Er holte hastig einen Vergessenstrank aus seinem Nachtschrank und sagte ich solle ihn trinken und dann schlafen. Natürlich tat ich, wie Papa Schlumpf es angeordnet hatte ... doch scheinbar hatte er die Tränke vertauscht. Denn anstatt friedlich einzuschlafen und alles zu vergessen, begann mein Schlumpfen-Penis auf noch nie dagewesene Weise zu wachsen. Bald hatte er die Größe einer Faust und sah zu meiner Überraschung genauso aus wie der von Papa, heute morgen im Wald.
"Hatte er mir den Trank vllt gegeben, damit ich das gleiche mit Schlumpfine tun konnte, wie er und Hefti? Vielleicht würde ich es dann verstehen ...", dachte ich mir. Also schlenderte ich zu Schlumpfines Pilz und als sie meinen riesigen Lustknüppel sah, begann sie wie automatisch ihn zu lutschen und mich nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen. Papa Schlumpf hatte sie in seiner unendlichen Weisheit erschaffen ... und nun verstand ich auch zu welchem Zweck.

Nun ja, zwei Dinge wurden mir zum Verhängnis. Erstens hatten Schlumpfines laute Schreie der Lust schnell das ganze Dorf vor ihrem Pilz versammelt. Zum anderen war es leider absolut nicht Papa Schlumpfs Absicht gewesen, mir den falschen Trank zu geben. Es war seine Schlumpfine, seine ganz allein! Nur Hefti durfte sie ab und an strangulieren, weil Papa drauf stand dabei zuzuschauen ... aber mit mir würde er sie nie teilen.

Sie warteten noch bis ich wieder in meinem Bett war und auch alle anderen sich beruhigt und wieder schlafengelegt hatten. Dann als ich schlief schlich Papa sich in meinen Pilz ... als ich aufwachte war ich mit den Händen und Füßen an einen Stuhl gefesselt. Papa stand hinter mir: "Jetzt wirst du bezahlen .... bezahlen!", murmelte er immer wieder. Wenig später öffnete sich die Tür und Hefti trat an mich heran, mit einem Baseballschläger in der Hand ...
Wieder und wieder ließ er den Schläger auf mich niederschlumpfen. Papa Schlumpfs hämisches Lachen war das letzte, was ich jemals von den Schlümpfen hören sollte. Denn als ich aufwachte war ich in einem Krankenhaus der Menschen. Mein ganzer Körper war mit Verbänden umwickelt. Ein Arzt erklärte mir dann, sie hätten mich schwer verletzt auf der Straße gefunden und es wären 16 plastische Operationen nötige gewesen, um meinen Körper wieder herzustellen.

Und so begann mein Leben als Mensch,
denkt mal darüber nach.





Montag, 21. Februar 2011

Über 7 Brücken

Eine alte Prüfungszeit geht, eine junge Ferienzeit lebt - fairer Tausch.
Knappe 30 Tage Prüfungszeit sind nun auch wirklich zu viel. Ich glaube dass kaum noch jemand bei den letzten Prüfungen die Moral hatte sich richtig vorzubereiten ...
Hier noch mal ein Rückblick.
  • Es begann mit Festkörperchemie, es gab eine kurze, aber doch wichtige Liste von Dingen zu lernen. Raumgruppen, Symmetrieelemente, Arbeitsmethoden und eine Formel. 3CP
  • Es folgte Rechtskunde, wirklich gelernt hat man da nichts, nur das Skript musste man ausdrucken und in mühevoller Handarbeit den Inhalt indizieren, um ihn in der Prüfung schnell zu finden. 1,5CP
  • Dann kam die Analytikklausur, 90% zum Ankreuzen. Gefragt wurden nur so Wischi-Waschi Sachen ... oft war die richtige Ankreuzsequenz reines Ratespiel. 6CP
  • Die OC-Prüfung. Die erste sinnvolle Prüfung - viel zu lernen, viele Zusammenhänge, viele Informationen. 6CP
  • Nun kam die Toxikologieprüfung. Hier war auswendiglernen angesagt, und es wurden viele Sachen gefragt die keinen interessieren - viel Arbeit für die paar mikrigen Creditpoints. 1,5CP
  • Schließlich Physikalische Chemie. Auch kaum was auswendig zu lernen, da wir eine handschriftliche Formelsammlung mitbringen durften. Das Grundverständnis hatte man theoretisch schon im Praktikum und in den Hausaufgaben entwickelt. Die Klausur war schlussendlich wie erwartet, wenn auch nicht einfach. 9CP
  • Schlussendlich Theoretische Chemie. Das ganze Semester praktisch nix gelernt - und dementsprechend auch die Prüfung, mit den paar Aufgaben die uns vorher angekündigt wurden. 3CP
Hart verdiente 30CP ... letztes Semester waren nur 3 Prüfungen dafür nötig. Macht das alles Sinn? Lasst uns überlegen ... im 1. Semester gab es 24 Wochenstunden und dafür 30CP. In diesem Semester gab es 31 Wochenstunden und dafür ebenfalls 30CP. Es gibt Leute die würden das als Ungleichgewicht bezeichnen, aber mir ist natürlich klar, dass Creditpoints gewichtslos sind, genauso wie Wochenstunden, sodass es unmöglich ist ein Ungleichgewicht zu erreichen.
Aber gut, damit endet die langweilige Prüfungszeit und neue, spannende Zeiten erwarten uns. Denkt mal darüber nach.

Sonntag, 20. Februar 2011

ThC-Prüfung: Prof. Ludwig

[Alle Ereignisse und Personen im Folgenden Beitrag - auch solche,
die sich auf lebende Personen beziehen - sind frei erfunden. 
Der folgende Beitrag ist schlecht, und sollte deshalb von niemandem
gelesen werden.]

Der Sonntagabend vor der Theoretische Chemie Prüfung. Professor Doktor Ralf Ludwig kommt gerade von der Arbeit nach Hause, wo er schon von seiner liebevollen Ehefrau erwartet wird.
"Ich bin zu Hause Schatz. Wo ist mein Abendessen - das Spiel geht gleich los!"
Der Professor ist ein großer Fan von American Football, auf das heutige Spiel freut er sich schon seit vielen Wochen. Doch was er nicht weiß - sein Fernsehglück liegt noch in weiter Ferne.
"Ralf - bist du das?", ruft seine Frau aus der Küche.
"Natürlich Schatz, wer sonst."
"Warst du noch in der Apotheke und hast die Salbe für meinen Ausschlag mitgebracht, Ralf?!"
Dr. Ludwig quält sich aus seinem Mantel und seinen Schuhen, endlich Daheim. Dann ruft er zurück in die Küche:
"Nein Liebling - heute läuft doch das Spiel!"
"Aber Ralf ... mein Ausschlag!"
"Ich bring dir deine Salbe morgen mit, Kürbiskernchen."
"Aber Ralf, es juckt jetzt!"
Dr. Ludwig entlädigt sich nun auch seiner Hose. Oh, ja, so ein bisschen Frischluft an den Beinen tut gut - besonders wenn er sich gleich auf der Couch lümmelnd das Spiel anschauen würde.
"Ich hab gesagt ich bring die verdammte Salbe morgen mit!"
"Ralf ... du liebst mich nicht mehr!"
"Die Geschäfte haben doch Sonntag gar nicht offen, Streußelschneckchen..."
"Dann hast du die Tampons also auch nicht gekauft, Ralf?!"
Der Professor rekelt sich inzwischen auf der Couch und mit einem Tastendruck der Fernbedienung beginnt im Fernseher die Vorberichterstattung des Spiels. Die Mavericks gegen die Pirates - was für ein Spiel.
"Ralf, die Tampons, was ist mit den Tampons?!"
"Sag mir lieber wo das Essen bleibt!"
"Ich bin doch keine Küchenkraft ...", 
seine Frau kommt aus der Küche und stellt lieblos einen Teller mit Fischstäbchen und Möhrengemüse auf den Tisch.
"Ich hoffe du verreckst dran!"
"Du stehst mir im Bild verflucht!"
"Männer ..." Schon ist sie wieder in der Küche verschwunden.
"Sind das Möhren?! Du weißt doch, ich mag keine Möhren."
"Sei jetzt still und iss die Möhren, Ralf!!"
"Ist es vielleicht nach einem harten Tag im Institut zu viel verlangt, keine Möhren runterwürgen zu müssen?"
Angewiedert sticht der Professor die Gabel in eine der winzigen Möhrchen und schiebt sie sich in den Mund. Jede Faser seines Körpers streubt sich gegen den möhrigen Geschmack ...
"Hab dich nicht so Ralf!"
"Die Möhren sind widerlich, verdammt ich hasse Möhren!"
"Iss die Möhren oder ich lasse mich scheiden, Ralf!"
"Gott - ich ess die beschissenen Möhren doch!"
Als er jedoch alle Möhren aufgegessen hat, beginnt sich plötzlich ein seltsames Gefühl in seinem Magen auszubreiten...
"Verflucht ... du hast die Möhren vergiftet?!"
"Mach dich nicht lächerlich, Ralf."
"Wie konntest du nur?"
"Was ... was zur Hölle, nein Ralf, nein Ralf unterstehe dich!!"
Der Professor lässt sich von der Couch auf den Boden gleiten und erbricht die Möhren auf den Wohnzimmerteppich.
"Nein Ralf - böser Ralf! Das ist Pfui!"
"Ich hab dir gesagt ich mag keine Möhren."
"Ja, Ralf, das hast du."
Einige Minuten herrscht Schweigen.
"Tut mir Leid, dass ich deine Salbe und die Tampons vergessen habe."
"Und mir tut es Leid, dass ich dir Möhren gemacht habe."
"Ich bin einfach am Ende mit den Nerven, weil die Prüfung vor der Tür steht. Habe ich die Fragen gut formuliert, habe ich den Studenten alles vermittelt? Ich bin besorgt, dass jemand durchfallen könnte ... das macht mich fertig."
"Du bist ein guter Mensch, Ralf ... ein guter Mensch."
"Ich liebe dich, Honigpferdchen."
"Ich liebe dich auch, Ralf."
Daraufhin kann der Professor das heißersehnte Spiel sehen und es ist so phantastisch und spannend wie er es sich in seinen kühnsten Träumen nicht erhofft hat. Doch die Befürchtungen über die morgige Prüfung schweben wie ein Damoklesschwert über dem Abend. Erst der morgige Tag wird Gewissheit bringen - denkt mal drüber nach.

Freitag, 18. Februar 2011

ThC - La Grande Finale

Die siebte und letzte Prüfung steht ins Haus. Viele musste schon Federn lassen, doch nun endlich geht es zu Ende.
Doch bevor wir in die Letzte Schlacht ziehen, lasst uns noch einmal den vielen Opfern der Prüfungen gedenken ... Wie dem kleinen Jimmy. Jimmy hatte es nie leicht - seine Eltern haben ihn geschlagen, seine Lehrer haben ihn missbraucht, und seine Geschwister haben seinen jungen Körper auf dem Straßenstrich verkauft. Alles was Jimmy wollte, war ein Chemiker werden um ein besseres Leben zu führen. Zu schade nur, dass er dafür erst die sieben Hürden der Prüfungszeit nehmen musste. Ja ... die erste schaffter er noch, auch über die zweite und dritte Hürde quälte er sich ... doch sein geschundener Körper war zu schwach auch noch die weiteren Prüfungen zu schreiben ... der arme kleine Jimmy. Er musste am eigenen Leib erfahren, wie hart die Prüfungszeit ist.
Heute jobbt Jimmy auf einem Ponyhof. Er sagt er sei glücklich damit - endlich keine langweiligen Vorlesungen mehr, kein stundenlanges Lernen und auch kein Prüfungenstress. Doch seine großen, müden Augen sagen etwas anderes.
Seit er durchgefallen ist hat er auch angefangen zu trinken ... erst war es nur Milch, doch schnell kam er zu Saft und schließlich zu Kaffee. Inzwischen trinkt er immer ein paar Gläschen mehr ... armer, kranker Jimmy. Die Uni hat ihm den Rest gegeben ... ich zähle die Stunden bis man seine aufgeknüpfte Leiche im Ponystall findet.
Lasst uns Jimmy und all den anderen gedenken - und Glückwunsch an all diejenigen, die es trotz allen Widrigkeiten geschafft haben. Das Leben ist kein Ponyhof - denkt mal drüber nach.

Sonntag, 13. Februar 2011

Geschichte wiederholt sich

Morgen steht die Toxikologie-Prüfung an. Ja ... schon wieder eine Prüfung - ist es die zehnte oder schon zwanzigste? Wer zählt das noch ... doch eines ist Fakt: So langsam wird es langweilig mit den Prüfungen. Da wäre wohl alles spannender ... zum Beispiel ... hm ... Kreuzungen.
Kreuzungen, neben internationalen Gewässern wohl der einzige vollkommen rechtsfreie Raum auf der Welt. Der Grund dafür ist einfach, da sich alle Spuren an diesem Punkt kreuzen, hat man auf der Kreuzung folglich die Freiheit in jede nur erdenkliche Richtung zu fahren. Um auf die Kreuzung zu kommen muss man zwar Ampeln überwinden - aber innerhalb der Kreuzung gibt es weder Ampeln noch Forfahrtsschilder, dort ist man vogelfrei. Würde man auf einer Kreuzung einen Mord begehen - niemanden würde es interessieren und das Gesetz könnte einem auch gar nichts anhaben. Ja, Kreuzungen - nur eines der Dinge die erwähnenswerter sind als Toxikologieprüfungen. Denkt mal drüber nach.

Samstag, 5. Februar 2011

Oc-Prüfung

Endlich ist es geschafft. Die Oc-Prüfung ist gehalten, und damit sind meine Energiereserven für diese Woche auch erschöpft. Ich kam schon so manches Mal zum Schlingern, bei seinen Fragen. Ich sollte Cyclohexanol oxidieren ... dann mit Glycerin reagieren lassen und das Ergebnis dann mild oxidieren. Nun war es ein Zucker und ich sollte sagen welcher und Bennennung nach D/L bzw R/S entscheiden.
Schließlich sollte ich die Mannich Reaktion aufschreiben und Keto-Enol-Tautomerie erklären. Dann noch eine Reaktion nach Claison. Dann sollte ich erklären warum die Enolform des Ketoesters das bei der Reaktion entstanden ist stabiler  ist als die Keto-Form.
Schlussendlich kamen wir zum Zucker: Betta-D-Glucopyranose aufzeichnen und sagen wie man daraus ein Vollacetal herstellen würde. Und wieso das ausgerechnet am 1-C-Atom geschehen würde.
Klingt natürlich alles leicht - aber vor bzw bei der Prüfung hat man schnell einen leeren Kopf. Dennoch ist Dr. Prof. Vogel sehr freundlich und führt einen auf den richtigen Weg wenn man mal hängen bleibt oder vorschnell ist. Und an sich erwarten sie auch nicht Perfektion, da sie einem den Prüfungsstress zu Gute halten. 
Ja, so ist das alles. Denkt mal drüber nach.

Im T-Shirt!

Der Tag der Abrechnung ist gekommen - meine mündliche OC-Prüfung steht unmittelbar bevor. Und dank der Kleiderordnung wird es mir nicht möglich sein, im T-Shirt dort zu erscheinen.
Welch eine Tragödie, jeder weiß doch das nichts einen Mann so gut kleidet wie ein T-Shirt. Es ist kühl, leicht und locker - als wolle es uns dazu verleiten sportlich und frei zu sein. Zugleich taugt es auch im tiefsten Winter, indem man einfach ein zweites T-Shirt über das erste zieht. Das nennt man Zwiebelschalenprinzip, und jeder weiß dass wenige dünne Kleidungsstücke übereinander wärmer sind als ein dickes.
Ja ... T-Shirts, nichts eignet sich mehr um provokante oder philosophische Sprüche darauf abzubilden, um farbenfrohe Bilder drauf zu drucken, die eines jeden Tag erhellen. Enge T-Shirts für Leute die sexy sein wollen - weite T-Shirts für Leute die nicht sexy sind. Für jeden ist das richtige Shirt dabei. Zudem sind T-Shirts preiswert und individuell. Sie schaffen auch viele Arbeitsplätze in der dritten Welt. Die meisten Kinder in den T-Shirt-fabriken haben nicht mal einen Schulabschluss, ohne ihre Arbeit währen sie dem Hungertod hilflos ausgeliefert.
Doch solange Prof. Vogel über die Prüfung bestimmt, zählen all diese Argumente wohl nicht. So werde auch ich, wenn ich nachher zur Prüfung schreite, einen Pull... Pull... Pull-over über meinem T-Shirt tragen. Möge Gott unseren Seelen gnädig sein. Denkt mal drüber nach.

Freitag, 4. Februar 2011

Seelig sind die geistig armen

Wie viele von uns Chemikern habe auch ich den heutigen Tag ausschließlich mit Lernen verbracht. So viel gelernt habe ich lange nicht mehr, es waren gut 8 Stunden wenn man die Pausen abzieht. Der Trick dabei, sich für so lange Zeit zu motivieren, ist es den Spaß am Lernen nicht zu verlieren - deshalb habe ich ein kleines Spiel entwickelt, um mir das Lernen schmackhafter zu machen. Nach jeweils zehn auswendig gelernten Skript-Seiten trinke ich einen Kurzen.
Und spätestens nach der 300sten Seite hat man schlussendlich das Gefühl, alles zu wissen. Die chemische Struktur der DNA - ein Kinderspiel. Wie Lactose oder Saccharose aufgebaut ist - ein Klacks. Wo der Unterschied zwischen Cholin, Chinolin oder Chinol ist, Glas klar. Was Pyridin, Pyrimidin und Pyran gemeinsam haben, die Antwort ist natürlich 6. Wieso Sekundenkleber Cyanid enthält, und wieso daraus Plexiglas wird wenn man es gegen Methyl ersetzt - gibt es was Leichteres? Die Liste ließe sich endlos weiterführen ... und genau das ist das Problem. Wir wissen viel ... zu viel! Wir dürfen Professor Vogel nicht zeigen, wie viel wir in all der Zeit gelernt haben. Wenn er erkennt, dass wir eine Bedrohung sind, könnte er uns alle vernichten. Wir alle Wissen dass  er die Mittel dazu hat ... ja genau ... ihr wisst wovon ich spreche: Er hat einen Bootsführerschein, das einzige was uns Chemiker umbringen könnte.
Also wenn ihr euch in Prof. Vogels Prüfung wiederfindet, und auf dutzende lachhaft einfache Fragen stoßt - dann stottert, plappert, und tut so als wüsstet ihr von nichts. Denn unser Leben ist mehr wert, als eine gute Note. Denkt mal drüber nach.

Dienstag, 1. Februar 2011

Anal.-Prüfung

Heute war die Analytikprüfung. Und von den bisherigen 3 Prüfungen war es sicher die schwerste - obwohl auch hier wieder viele Ankreuzaufgaben drin waren. Jedoch gab es viele Antwortmöglichkeiten und oft mehr als eine richtige Lösung. Eine Kostprobe:
Was gehört zur Maßanalyse?:
[ ] Urtiter
[ ] Titrant
[ ] Vollpipette
[ ] Messkolben
[ ] Rundkolben
[ ] Volumenmessung
[ ] Polarimeter
Und volle Punkte nur wenn ihr alle Richtigen angekreuzt - und alle Falschen nicht angekreuzt habt. Wie ihr seht oft ein Fall von Russisch-Roulette. Sicher würde eine Titration auch ohne Vollpipette funktionieren - dennoch muss man nicht selten eine benutzen...
Nun bleibt uns nur noch auf die Ergebnisse zu warten...

Sonntag, 30. Januar 2011

Kleider machen Leute

Wie wir alle in einer der letzten Vorlesung erfahren haben, gibt es für die OC-Prüfung eine strenge Kleiderordnung. Die entsprechende Vorlesungsfolie dazu sah so aus:

Die Erklärung dazu: Wir sollen weder so aussehen wie die Personen rechts oder links, sondern genau so wie der in der Mitte. Wie jedem nach der Geschichte mit Goldlöckchen klar ist, heißt dass, wir sollen genau eine Mischung aus den äußeren beiden sein.
Nun resultieren daraus viele Möglichkeiten sich zu kleiden. Ist einem die Armbanduhr (rechts) wichtig, muss man auch den Zylinder (links) tragen. Wer in weiblicher Begleitung (links) kommen möchte, der muss sich tätowieren lassen (rechts). Wer weder Begleitung noch Tattoos hat, darf den Schal tragen (mitte) - da ein Schal das Zwischending zwischen Frau und Tattoos darzustellen scheint. Wer leicht schwitzt und gerne Kurzärmlig (rechts) kommen möchte, der muss dafür einen Handschuh (links) tragen. Und wer auf den Gürtel (mitte) verzichten möchte, der muss die guten Schuhe anziehen (links) aber dafür keine Socken tragen (rechts) - was unweigerlich zu schwielen and en Füßen führt, weshalb ich empfehlen würde doch den Gürtel zu tragen.
Bis hierhin noch kein Problem. Aber auch die Haar- und Hautfarbe muss stimmen. Das System ist recht einfach, während die Leute rechts und links dunkelhaarig sind, ist der in der Mitte blond. Wollt ihr dennoch dunkelhaarig kommen, müsst ihr die Haare braun-schwarz gestreift tragen. Da dunkel mal dunkel wieder hell ist. Wenn ihr das Glück habt schwarz zu sein, wird euch auffallen dass auf der Folie nur Weiße abgebildet sind - ihr seid also automatisch von der Prüfung ausgeschlossen.
Zu guter Letzt noch was zur Körperhygiene. Wenn ihr den Bart (rechts) behalten wollt, müsst ihr euch auch die Brust epilieren lassen (links). Habt ihr den Bart schon abrasiert (mitte), ist es wichtig dass eure Brust haarig ist, da es sonst nicht mehr das Zwischending wäre sondern der Linke. Ist eure Brust aber auch schon haarfrei (links), habt ihr nur noch die Möglichkeits Aids zu bekommen (rechts). Würdet ihr rasiert und epiliert (links) nur Herpes bekommen (mitte), währt ihr ein Zwischending zwischen Mitte und dem Linken, was euch zu einem unkategorisierbaren Modemutanten machen würde und zu völligem Chaos führt. Also geht sicher dass ihr Aids bekommt.
Habt ihr jedoch erst Aids, braucht ihr auch Schal, Zylinder und Handschuhe, um eure Mitmenschen vor Kontakt mit euch zu schützen. Tragt ihr Zylinder und Handschuhe, müsst ihr auch Armbanduhr und T-Shirt tragen. Wobei der Schal euch verbietet eine weibliche Begleitung oder Tattoos zu haben.
Ich denke das System ist soweit klar. Dann also viel Spaß bei der Kleiderauswahl - denn Kleider machen Leute. Denkt mal drüber nach

Freitag, 28. Januar 2011

1, 2 oder 3

1, 2 oder 3 ... und ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht!
Was will der Autor uns nur damit sagen? Ja ganz genau, neben den erschütternden Themen aus aller Welt, gab es heute auch noch eine Rechtskundeprüfung zu schreiben. Und die Hälfte der Antworten war zum Ankreuzen. Klingt einfach, ist es aber nicht... wer weiß schon, was genau in einer Betriebsanweisung stehen muss, in welchen Abständen eine Sicherheitsbelehrung zu erfolgen hat oder was der genaue Unterschied zwischen Schrauben- und Spiralmakaronie ist.
Ein Glück durften wir das Skript benutzen. Man kommt sich schon etwas dämlich vor, wenn man ein Semester lang eine Vorlesung besucht, dann eine Prüfung schreibt wo man die richtige Antwort nur noch ankreuzen muss, und dann trotzdem noch jede einzelne Lösung aus dem Skript ablesen muss. Aber könnte jeder seine Rechte auswendig, worüber sollte dann der liebe Polizeibeamte uns belehren, wenn sie einen abführen? 
Beamter: "Sie haben mit Ihren Sprengsätzen tausende Menschen auf dem Gewissen ... aber das ist ja nicht mal das Schlimmste. Viel schlimmer ist, dass die Bomben falsch etikettiert waren - das Etikett bei einer Bombe dieser Größe muss mindestens 125cm² groß sein und alle H und P Sätze enthalten."
Ich: "Das tut mir wirklich Leid, gelten nicht noch die Übergangsfristen der EWG-Verordnung?" 
Beamter: "Nein ... tja, Sie hätten sich informieren sollen, jetzt werden Sie wegen Falschetikettieren eine sehr sehr lange Zeit in den Bau wandern." 
Ich: "Aber ... aber ..." 
Beamter: "Sie haben das Recht zu schweigen, alles was Sie sagen kann und wird...  
A [ ]: 'hinter dem Gericht gegen Sie verwendet werden'
B [ ]: 'vor dem Gericht gegen Sie verwendet werden'
C [ ]: 'Konsonanten enthalten und lauter als 7 Dezibel sein' "
Ich: "Darf ich das Skript mal kurz sehen?"
Beamter: "Natürlich."
Ich: (Pause und Blätterrascheln) "Ist es A?" 
Beamter: "Nein, es war Antwort B. Hinter dem Gericht machen wir ganz andere Dinge mit Ihnen."
Ende?
Denkt mal drüber nach.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Prüfung ACIII: Die Sith

Die CIA hat am heutigen Morgen folgendes Gespräch zwischen dem dunklen Sith Lord und einem seiner Untergebenen aufgezeichnet:

Lord: "Sind die Chemiker vernichtet, wie ich es dir aufgetragen habe?"
Untergebener: "Ich habe die Heftklammern im Tacker des Professors ausgetauscht, wie Ihr es befohlen habt."
Lord: "Und wie erklärst du dann das?!"
(das Geräusch eines mit Eins bewerteten Stapels AC-Testate, der auf den Boden geworfen wird)
Untergebener: "Aber Lord, ich tat wie Ihr mir aufgetragen."
Lord: "Schweig! ... willst du etwa sagen es war meine Schuld? Mein Plan die Heftklammern mit einer dunklen Aura zu belegen damit alle eine Fünf schreiben und durchfallen war makellos! Makellos!!"
Untergebener: "Gewiss, mein dunkler Lord."
Lord: "Es gibt nur eine Erklärung, wieso mein Plan gescheitert ist..."
Untergebener: "Weil jemand die dunkle Aura der Heftklammern versiegeln konnte?"
Lord: "Wie kannst du es wagen?!"
(Geräusche wie sie entstehen wenn jemand mit der Macht gewürgt wird)
Lord: "Niemand wäre mächtig genug dazu meine dunkle Macht aufzuheben ... die einzigst logische Erklärung ist also, dass du mich verraten hast!"
Untergebener: "Nein, Lor..."
(Blitze und Schmerzensschreie)

Offensichtlich waren es also wieder die Sith, die die AC-Prüfung sabotieren wollten. Sie waren sicher die letzten, die man hinter den Vorfällen vermutet hätte. Vielleicht steckt doch mehr als eine Malonsäureestersynthese hinter der Entschlüsselung der Macht ... unser Studium wird uns der Antwort näher bringen. Denkt mal drüber nach.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Prüfung ACIII: Die Studenten

Es war ein frostiger, verhangener Mittwochnachmittag. Eine dunkle Macht schien über dem Institut zu schweben, als wir uns versammelten um die AC Prüfung zu schreiben. Aber manchmal muss ein Mann tun, was ein Mann eben tun muss - also betraten ich und die anderen den Hörsaal und stellten uns den Klausuraufgaben.
Sechs Blätter, zusammengeheftet mit einer Heftklammer. Strukturtypen, Symmetrieelemente, Streuwinkel ... eine Klausur wie man sie von Prof. Köckerling erwartet hatte. Meine Spinnensinne schlugen jedoch schon bald Alarm. Ich begann mich auf dunkle Auren zu konzentrieren, und stellte schnell fest, dass die Heftklammern durch und durch böse waren. Wie konnte das sein - böse Heftklammern? Sollten diese kleinen metallischen Nadeln nicht wie jeder unbelebte Gegenstand frei von jeder Gesinnung sein? Hatte vielleicht jemand anderes seine dunklen Finger mit im Spiel? Aber wer würde sowas tun ... sicher war es nur ein Zufall. Also sammelte ich meine Energie und begann in einem mehrstündigen Ritual die böse Kraft aus den Heftklammern zu bannen. Es kostete mich viel Zeit, aber schlussendlich war das Böse versiegelt und ich konnte die letzten 5 Minuten der Prüfungszeit nutzen, die Aufgaben zu beantworten.
Dieses mal waren wir einem Unglück entgangen. Doch diese mysteriösen Vorfälle häufen sich in letzter Zeit. Böse Heftklammern sind nur der Anfang  - was wird folgen? Vielleicht Böses Toilettenpapier? Es würde reißen und man hätte die ganze Hand voller Scheiße. Eine verstörende Vorstellungen, denken wir lieber nicht weiter drüber nach...
Denkt mal drüber nach.

Dienstag, 25. Januar 2011

Prüfung ACIII: Prof. Köckerling

Der Tag vor der Festkörperchemie Prüfung. Es ist etwas kalt in Professor Köckerlings Büro, aber ein warmer Kaffee schafft da Abhilfe. Entspannt sitzt er in seinem Sessel und betrachtet noch einmal die Klausuraufgaben. Symmetrieelemente, Strukturtypen, Streuwinkel ... ja, so hat eine gute Klausur auszusehen. Ein fabelhaftes Gefühl der Jugend etwas beizubringen und dann zu sehen wie sie das Wissen anwenden, um Problemaufgaben in der Klausur zu lösen. Die letzte Aufgabe wird vielleicht einigen Probleme machen, aber man muss die Studenten ja anspornen.
Jetzt nur noch die Zettel zusammenheften und für den morgigen Tag ist alles bereit. Doch ... wo ist der Tacker? Wieso steht er nicht auf seinem Platz, dort wo er immer steht? Professor Köckerling durchwühlt all seine Schubladen, doch da ist kein Tacker ... seltsam. Er fragt bei Prof. Schulz, aber auch dort gibt es keinen Tacker ... eine Verschwörung? Nein ... wer sollte soetwas absurdes tun. Bestimmt hat er den Tacker nur nicht gesehen. Und tatsächlich, kaum ist er wieder in seinem Büro, strahlt ihm sein Tacker vom Schreibtisch aus entgegen. Manchmal sieht man den Wald halt vor lauter Bäumen nicht - die Prüfung ist gerettet.
Nachdem die Klausuraufgaben getackert sind, lehnt sich Prof. Köckerling zurück. Puh, was für ein aufregender Tag - jetzt erst mal einen Grog um wieder runter zu kommen. Morgen um 14 Uhr im Hörsaal 1 ... er kann es kaum noch erwarten.

Mittwoch, 19. Januar 2011

OC - Termine

Schlussendlich sind nun auch die Termine des mündlichen Organik-Testates erschienen. Ich für meinen Teil werde am ersten Samstag im Februar, 15 Uhr, in die Schlacht ziehen. Normalerweise schlafe ich an einem Samstag zwar um diese Zeit, aber was will man machen - das Böse schläft nie.
Und eine Sache muss man dem Vogel ja lassen, er hat in der einen Woche in der er mündliche Prüfungen macht wirklich nen 10 Stunden Programm. Das sind immerhin 15 Studenten am Tag ... ich glaube wenn man da der Letzte ist der an einem Tag zu ihm kommt, ist Herr Vogel schon ziemlich runter mit den Nerven. Würde man die Prüfungsleistung gegen die Prüfungsuhrzeit auftragen, würde sich sicher ein exponentiell abfallender Zusammenhang ergeben. Aber dies bleibt Spekulation.
Viel wichtiger ist jetzt die Frage, wie man sich auf das Testat vorbereiten soll. Wir haben noch 17 Tage. Und in der Zeit stehen noch 2 PC-Testate, ein Protokoll und 3 schriftliche Prüfungen aus. Vielleicht ein weiterer teuflischer Komplott der Sith? ... Nein, ganz normaler Prüfungsalltag. Und jemand der weise vorausgeplant hat, wird auch keine Probleme bekommen. Ich für meinen Teil habe schon vor Monaten günstig Zeit auf dem Weltzeitmarkt gekauft und eingelagert. Zeitreserven die mir jetzt gerade recht kommen.
Denkt mal drüber nach.

Montag, 17. Januar 2011

Prüfungszeit: Tipps

Die Prüfungszeit hat beinahe begonnen. Stundenlanges lernen und literweise Kaffee stehen nun an der Tagesordnung. Und auch so manches Praktikum in dem es .... Legierungen! ... zu analysieren gibt, stehen noch aus und rauben einem die letzten Stunden. Dennoch ist es wichtig diese wichtige Zeit des Semesters überlegt und durchdacht anzugehen, daher an dieser Stelle ein paar Prüfungszeit-Tipps.

Tipp 1: Statt Kaffee lieber Guarana - das wirkt über den Tag verteilt und hält langfristig fitt, statt einem einen kurzfristigen Pusch zu geben. Noch besser wäre natürlich Ephinidrin ... oder Schlaf - aber hey, in der Not frisst der Teufel Fliegen.
Tipp 2: Nichts hilft besser bei der Vorbereitung, als Altklausuren. Doch oft sind diese nicht ohne weiteres aufzutreiben. In diesem Fall ist man total aufgeschmissen und wird gewiss durchfallen. Daher sollte man anstatt richtig zu lernen, lieber all seine Zeit darauf verwenden diese verfluchten Altklausuren aufzutreiben - ganz egal was es kostet.
Tipp 3: Ein Lernplan. Viel Stoff in wenig Zeit? Oft erreicht man seine mentalen Grenzen schon damit, sich merken zu müssen, was man bis wann noch zu lernen hat. Also sollte man sich einfach einen Lernplan machen, in den man diese Fakten zu Papier bringt. Wenn man dazu noch zu den Vorlesungen Zusammenfassungen und Inhaltsverzeichnisse schreibt, ist einem der meiste logistische Stress genommen und das eigentliche Lernen geht viel leichter.
Tipp 4: Hodenkrebs. Nichts hintert einem mehr beim konzentrierten Lernen, als schmerzende Eier. Also bekommt während der Prüfungszeit lieber keinen Hodenkrebs. Danach ist es ok, also wartet doch einfach noch ein paar Wochen.

Diese Tipps sollten für den Moment reichen - macht was draus.