Freitag, 12. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift III

Ein kleines Klo im Hinterzimmer einer verlassenen Lagerhalle. Dreckig und versifft - seit Jahren hatte diese Toilette keinen Menschen mehr gesehen. Doch nun war ich hier ... zitternd und schwach. Das
dritte Weihnachtsgeschenk machte mir Probleme, ich brauchte dringend etwas um wieder auf die rechte Spur zu kommen.
Ich kramte in meiner Manteltasche und nach einer Ewigkeit ertastete ich endlich das Tütchen Krümelkaffee. Genau das brauchte ich jetzt um wieder klar zu werden. Ich riss es auf und verteilte den Inhalt auf dem Toilettendeckel. Dann formte ich die Krümel zu einer Line und jagte sie mir mit einem Zug ins Hirn. Oh Gott, ein Gefühl wie Sex! Meine Muskeln pulsierten, meine Sinne schärften sich, das Blut schoss durch meine Adern. Jetzt konnte es weitergehen!

Meine Patentochter Klara hatte sich Superkräfte zu Weihnachten gewünscht. Daher hatte ich mir ein Labor gebaut und zehn Waisenkinder als Testobjekte besorgt. Doch die Waisenkinder waren bereits alle tot ... keines hatte Superkräfte entwickelt. Dabei hatte ich alles versucht: Spinnengift, Strahlung, ihr Blut durch Adamantium ersetzen .. eine Reihe von Fehlschlägen. Ich dachte schon ich hätte den Verstand verloren und sie wären alle umsonst gestorben - doch dank des Coffeins sah ich nun wieder klar. Es konnte von Anfang an nicht funktionieren! Natürlich nicht, schließlich waren es Waisenkinder. Aber wie wir aus Batman wissen muss man die Eltern der Kinder umbringen damit Superhelden aus ihnen werden! Um Klara ihren Wunsch zu erfüllen war also nichts weiter nötig als ihre Eltern zu ermorden. Wäre mir das doch nur gleich eingefallen! Nichts leichter als dass, ich würde ihnen einfach etwas Zyankali in den Weihnachtspunsch mischen. Die kleine Klara wird sicher vor Begeisterung ausflippen wenn ihre Eltern tot sind und sie dadurch Superkräfte bekommt.


Jetzt ging es mir besser - Klaras Wunsch würde sich erfüllen. Ich konnte ihren Namen von der Liste streichen. Nun gab es nur noch zwei Geschenke die mir fehlten. Ein gutes Gefühl ... zwei Geschenke und noch so viele Tage übrig. Die Nacht war zwar immer noch düster und kalt, doch es gab nun einen winzigen Lichtschimmer am Horizont. Denkt mal darüber nach.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Joggen - der einfachste Sport den es gibt

Es soll ja auch vorkommen, dass ich nützliche Sachen in diesen Blog schreibe ... meinen Doktor-Titel  habe ich ja nicht von ungefähr. Heute eine kurze Liste von Fakten, die interessant für Anfänger des Joggens sind.

  1. Wichtige Fakten:
    • Der größte Trainigseffekt stellt sich bei einem Puls von 60-80% des Maximalpuls ein.
    • In diesem Pulsbereich ist es noch nicht nötig durch den Mund zu atmen, man gerät jedoch schon ins Schwitzen.
    • Der Trainingspuls sollte mindestens 20min aufrechterhalten werden,  um einen Trainingseffekt zu erreichen
    • Das Training sollte alle 2-3 Tage erfolgen, da bei größeren Pausen der Trainingseffekt verloren geht.
    • Die Intensität des Trainings sollte nicht mehr als 10% pro Monat gesteigert werden. Selbst wenn die Kondition sich anfänglich schneller aufbaut brauchen Knochen und Sehen länger um sich auf die Belastung beim Laufen einzustellen.

  2.  Einstieg für absolute Anfänger:
    • Für viele Anfänger ist laufen zu beginn noch zu anstrengend. Wenn man es noch nicht schafft mehrere Minuten durchzulaufen empfiehlt es sich daher zunächst einige Monat regelmäßig zu Schwimmen oder Rad zu fahren.
    • Pausen beim Joggen sind ok. Solange man seinen Trainingspuls hält ist also auch ein Wechsel aus Joggen und Gehen ok.

  3. Equipment:
    • Laufschuhe sind das wichtigste Utensil für Läufer. Diese Schuhe können gedämpft sein oder nicht. Sie könnten stabilisiert sein oder nicht. Sie können für Fersenläufer oder Vorderfußläufer optimiert sein. Außerdem können sie eine Über- oder Unterpronation ausgleichen. Für einen ersten Einstieg reicht oft die Beratung im Fachhandel, eine Beratung beim Sportmediziner ist meist teuer und lohnt sich nur wenn es tatsächlich Probleme beim Laufen gibt.
    • Die Geschwindigkeit, Strecke und Höhenmeter lassen sich mittlerweile mit jedem Smartphone aufzeichnen und speichern. Während die Daten für einige Motivation sind, finden andere es lästig und laufen einfach nach Gefühl.
    • Als Anfänger kann eine Pulsuhr gute Orientierung bieten. Die Faustregel nur so schnell zu laufen, dass man noch durch die Nase atmen kann tut es aber auch.

  4.  Technik:
    • Fußfehlstellungen (Plattfuß, Senkfuß, Spreizfuß, O-Beine, X-Beine) können zu diversen Problemen führen. Neben Fuß- und Fersenschmerzen auch zu schmerzen der Achillissehne, der Wade oder des Knies. In diesem Fall sollte man zum Arzt gehen und sich über Lösungen beraten lassen (Training der Füße, Massagen, Einlagen, ...).
    • Im Lauf sollte die Körperhaltung gerade sein, der Kopf etwa 10 Meter voraus schauen und die Hüfte sollte nach vorne gedrückt werden. Diese Haltung ist ökonomisch und beugt Fehlbelastungen vor.
    • Die Schrittlänge sollte nicht zu lang sein um Fehlbelastungen zu vermeiden. Das fordere Bein sollte im Lauf etwas vor dem Körperschwerpunkt aufsetzen. Zu kurze Schritte sind in Ordnung, reduzieren jedoch die Geschwindigkeit.
    • Die Beine sollten beim Laufen nicht überkreuzen und parrallel geführt werden. Das hintere Bein sollten beim Abstoß komplett durchgestreckt werden um eine optimale Energie zum Vorankommen zu entfalten.
    • Der Kniehub beim Laufen sollte nicht zu groß und auch nicht zu klein sein. Zu großer Kniehub bedeutet verschwendete Energie. Bei zu kleinem Kniehub sind die Schritte kurz und man läuft Gefahr zu stolpern.
    • Beim Aufsetzen der Füße unterscheidet man drei Techniken: Das Landen auf dem Boden kann auf der Ferse, dem Mittelfuß oder dem Vorderfuß geschehen. Landet man auf der Ferse kann man den Fuß nach vorne abrollen und sich anschließend auf den Zehen abstoßen, wodurch man mit jedem Schritt Weg gewinnt. Die schlecht gedämpfte Ferse überträgt die Stoßwirkung jedoch in Schienenbein und Knie, was eine erhöhte Belastung darstellt. Landet man auf dem Vorfuß wird der Stoß durch Achillessehne und Fußgewölbe abgefedert. Während das Knie entlastet wird kann es bei Anfängern zu Achillessehnen-Problemen kommen. Die Achillessehne speichert einen Teil der Landungsennergie und gibt sie beim Abstoßen wieder frei - beim Sprinten wird der Vorfußlauf meist automatisch angewandt. Beim Joggen ist der Fersenlauf beliebter. Der Mittelfußlauf ist irgendwo dazwischen.
    • Die Atmung sollte gleichmäßig und tief sein. Beim Regenerations- und Dauerlauf kann man komplett durch die Nase atmen, was Seitenstichen vorbeugt. Zudem gibt es Atemtechniken bei denen man zweimal einatmet, bevor man einmal ausatmet - ob einem das gefällt muss jeder selbst probieren.
       
  5. Ausgleichssport:
    • Um eine gute Körperhaltung zu gewährleisten sollte man ein Krafttraining der Rumpf- und Rückenmuskulatur durchführen.
    • Zudem sollte man die Oberschenkelmuskeln trainieren, da ein Trainierter Oberschenkel selbstverständlich bessere Ausdauerleistungen vollbringen kann.
    • Zudem sollte man sich regelmäßig dehnen, am besten alle 2-3 Tage. Für die gerade Haltung sind Hüft- bzw. Beckenmuskeln zu dehnen. Für einen guten Abstoß sind die Oberschenkel zu dehnen. Auch Waden- und Schultermuskeln sollten gedehnt werden, um einen lockeren Laufstil zu ermöglichen. Gegen ein Läufer-Knie hilft das regelmäßige Dehnen des äußeren Oberschenkelbandes (iliotibialis).
Und das waren einige der wenigen Tipps die ich als Jogging-Anfänger sammeln konnte. Natürlich alles nur kurz angerissen - ausführliche Anleitungen und Erklärungen findet ihr im Internet. Falls ihr also auch gerne mit dem Joggen beginnen möchtet wisst ihr nun, worauf ihr achten müsst. Viel Spaß also mit dem einfachsten Sport den es gibt. Denkt mal darüber nach.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Die Zukunft

Ich habe euch vom Fischbrotschranktag erzählt, von den Christ-Bäumen, von Operation weißer Weihnacht und von vielem mehr. Doch woher kenne ich all diese exotischen Weihnachtsbräuche? Nun ja, lasst mich euch von der Geschichte hinter Dr. Silvio erzählen.

Unsere Geschichte beginnt 400 Jahre in der Zukunft. Wisst ihr, in der Zukunft sind die Menschen anders - sie haben sich durch die Genforschung modifiziert und verbessert. Besseres Immunsystem, stärkere Muskeln, schärfere Sinne, höhere Intelligenz. Und mit jeder genetisch verbesserten Generation züchten wir Kinder die wiederum in der Lage sind eine noch perfektere Version des Menschen zu erschaffen. Zu dieser Zeit verstanden wir Menschen auch endlich den Zusammenhang von Raum, Zeit und Materie. Viele werden das nicht verstehen - aber kurz gesagt war es uns damit möglich Zeit in Raum, Raum in Materie oder Materie in Zeit zu verwandeln. Man konnte Sterne aus dem Nichts erschaffen oder einen Kugelschreiber in 10 Minuten verwandeln. Eine verrückte Zeit wo ein falscher Handgriff das ganze Universum zerstören könnte ... doch Fehler gab es unter den über Generationen verbesserten Menschen nicht mehr.

Mit einem konnte jedoch niemand rechnen: Das meine Kryogen-Stasis-Kapsel sich nach über 300 Jahren wieder öffnete. Da war ich nun, ein Mensch aus den Anfängen der genetischen Forschung ... mit anderen Worten der dümmste Mensch auf dem ganzen Planeten. Das war nicht weiter schlimm, die neuen Menschen waren freundlich, tollerant und sorgten gut für mich. Das Problem war, dass es schon seit 200 Jahren keinen Sex mehr gab - die Menschen wurden künstlich gezüchtet. Kein Sex. Keine nackten Frauen. Nicht mal Pornos ... nicht mal PORNOS!!

Es heißt ja wo Gott eine Tür schließt öffnet er ein Fenster. So war es auch - es gab zwar keinen Sex, aber das bedeutete zugleich ich war der einzige Mann auf der Welt der noch wusste wie man es einer Frau richtig besorgt! Die Frauen waren es nicht mal mehr gewohnt berührt zu werden - ein Streicheln meiner Hand genügte und sie bebten am ganzen Körper. Das war der Beginn der schönsten zwei Jahre meines Lebens. Anfangs hatte ich nur eine Frau, die sich wie süchtig Tag für Tag von mir verwöhnen ließ. Doch dann sprachen sich meine außergewöhnlichen Fähigkeiten herum und immer mehr perfekt geformte Zukunfts-Frauen wollten dieses unbekannte Vergnügen probieren. Ihr glaubt 20 Mal Sex am Tag ist zu viel? Vielleicht für euch - aber in 400 Jahren gibt es Medikamente ... eine Pille damit man nicht mehr Schlafen muss, eine damit man keine Schmerzen spürt, eine die das Lustempfinden verzehnfacht ... ja ja ... zwei Jahre ... ich habe Tag und Nacht gefickt. Geschlechtskrankheiten gab es keine, schwanger werden konnten die Zukunfts-Frauen auch nicht - es hätte alles so schön sein können.

Doch es endete nach 2 Jahren, als ich versuchte mir in einer Zukunfts-Mikrowelle einen Burrito warm zu machen. Leider konnte ich die neue Sprache nicht lesen - ich verstand eigentlich nur die Worte "Ja", "Tiefer", "Schneller" und "Ich komme" ... aber die standen auf der Zukunftsmikrowelle nicht. Also drückte ich einfach ein paar Knöpfe.
Wie gesagt, die genetisch verbesserten Supermenschen machen keine Fehler ... dennoch war wohl ihr größter Fehler zu denken, dass auch ich keine machen würde. Auf jeden Fall verwandelte die Mikrowelle meinen Burrito in Zeit - und die Zeit wurde in den Kühlschrank gesaugt der dann einen Kurzschluss bekam und jede Menge Raum in Materie verwandelte. Es war alles sehr konfus - aber als sich das Schwarze Loch im Kühlschrank aufzubauen begann wurde mir klar, dass das nicht gut enden würde. Es wurde immer größer ... es war ja fast endlos Raum vorhanden, den der Kühlschrank umwandeln konnte. So wurde das schwarze Loch größer und größer und saugte alles ein - die Erde, die Milchstraße, das Universum. Alles war weg - nur die Küche in der ich Stand war noch da. Denn die Mikrowelle erzeugte weiterhin Zeit, sodass sich der Zeitpunkt in dem das schwarze Loch uns einsaugte weiter und weiter hinausgezögerte.

Wäre nicht noch eine Zeitmaschine in der Küche gewesen, wäre ich wohl auch gestorben. Aber so konnte ich meinem Schicksal entkommen und bin schließlich hier gelandet: Einer trostlosen, rückständigen Welt, in der man nicht alle 20 Minuten Sex hat. Aber ich werde warten ... ich baue mir eine Kryogen-Statis-Kapsel und dann werde ich zurück in diese süße Zukunft reisen.
Und das war die Geschichte wie ich zu den verrückten Weihnachtsbräuchen gekommen bin, denkt mal darüber nach.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Guide to Love III

Willkommen zum dritten Teil unseres Love-Guides!

Wenn ihr bis hierhin alles richtig gemacht habt, ist es soweit: Ihr hattet drei Dates mit der Frau und nun wird es endlich Zeit den heißen Liebesnektar mit ihr zu schlürfen. Doch Vorsicht! Auch bei dieser so banalen zwischenmenschlichen Interaktion lauern noch einige Fallstricke auf euch.

Nun gut, du bist ja mittlerweile ein Profi in Sachen Dates. Von daher hast du es sicher schon alleine geschafft eine romantische Atmosphäre aufzubauen. Das Bett ist von Rosenblättern bedeckt, im Kamin prasselt ein Lagerfeuer, der feine Duft nach Kiefer und Honig liegt in der Luft. Nun kann es losgehen ... doch wie?
  • Die Stimmung ist perfekt, sie sitzt neben dir auf dem Bett und schaut dich verliebt an, was nun?
    Falsch: Wie bei Nutten üblich bezahlst du sie im Voraus.
    Falsch: Du ziehst einen Latex-Handschuh über und fragst ob sie auf Fisting steht.
    Falsch: Du würgst sie bis sie keinen Widerstand mehr leistet und du dich in Ruhe an ihrem Körper vergehen kannst.

    Richtig: Du streichelst ihr sanft über die Wange. Dann küsst du sie und drückst sie behutsam auf das Bett.
Ganz recht, der Sex ist zwar zum Greifen nahe, doch du musst zunächst etwas tun, was wir in Fachkreisen "Vorspiel" nennen. Lass uns sehen wie sehr du dich in Sachen "Vorspiel" schon auskennst.
  • Was tut man während des Vorspieles denn nun?
    Falsch: Analsex, Fisting, Deepthroat, Scat, Pissing, SM, Würgespiele.
    Falsch: Ihr die Augen ausstechen wie den Frauen in deinen Magazinen.
    Richtig: Küssen und Streicheln.
  • Wie entledigst du dich angemessen ihrer Kleidung?
    Falsch: Mit Benzin und einem Feuerzeug.
    Falsch: Du sagst dir wäre kalt und hoffst, dass sie dir ihr Oberteil anbietet.
    Richtig: Du streichelst sie unter der Kleidung und wenn sie bereit für mehr ist zieht sie sich von selbst aus.
    Richtig: Oder du ziehst sie behutsam aus, in der Reihenfolge: Oberteil, Hose, Socken, Slip, BH.
  • Wie lange sollte das Vorspiel dauern?
    Falsch: 12 Sekunden.
    Falsch: 15 Sekunden.
    Falsch: 21 Sekunden.
    Richtig: 7 Minuten 12 Sekunden, wenn sie blond ist.
    Richtig: 8 Minuten 7 Sekunden bei einer anderen Haarfarbe.
Und schlussendlich ... genau, nun ist es endlich so weit. Sex! Sobald du das Vorspiel abgeschlossen hast und sie feucht und willig ihr Becken gegen deines drückt mit dem Satz "fick mich" auf den Lippen ist es geschafft. Du kannst alle Regeln vergessen und auf Autopilot schalten. Sie hat dir quasi eine Blanko-Vollmacht gegeben mit ihr zu machen was auch immer du willst. Würgen? Schlagen? Beleidigen? Ja, das darfst du nun! Du hast ihr gezeigt, dass du ein freundlicher, gewissenhafter Mensch sein kannst der sie respektiert. Doch was Frauen eigentlich wollen ist es wie Dreck behandelt zu werden ... zumindest beim Sex.
Aber Achtung, von einer Gewohnheit solltest du dieses eine Mal absehen ...
  • Nachdem du mit dem Sex fertig bist, was tust du?
    Falsch: Sie töten, in Stücke schneiden und im Klo entsorgen wie sonst auch.

    Richtig: Sie leben lassen und bei Bedarf wieder verwenden.
Wir hätten uns ja die ganze Mühe nicht machen müssen, wenn es nicht den positiven Nebeneffekt hätte, dass du sie jetzt erneut für Sex verwenden kannst. Denke mal darüber nach.

Montag, 8. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift II

Ein eisiger Wind fegte durch die kahlen Bäume. Die Tage bis Weihnachten liefen davon, in bedrohlichem Tempo kam das perfide Fest näher. Das hieß es wurde Zeit ... Zeit ein weiteres Geschenk von meiner Liste zu streichen. Mit einem großen Schluck leerte ich den Plastikbecher in meiner Hand. Die Kraft der Mokka-Suppe schoß mir in die Adern: Fuck yeah! Jetzt war ich bereit, mit dieser Energie könnte ich alles schaffen. Alles, überall, jederzeit!

Endlich sah ich das helle Licht der Scheinwerfer um die Ecke biegen. Das Taxi hielt in der dunklen Gasse, zu der ich es bestellt hatte.
"Sie haben bestellt Taxi?"
"Ja", flüsterte ich heiser.
Zu schade, dass dieser fleißige Personenbeförderer die Nacht nicht überleben würde - aber mein guter Freund Johnny hatte sich nun mal gewünscht wieder einen Job als Taxifahrer zu bekommen. Und wie wir alle wissen ist der einzige Weg ein Taxifahrer zu werden das Blut eines Taxifahrers zu trinken. Taxifahrer, düstere Kreaturen der Nacht ... unsichtbar schleichen sie durch die Dunkelheit, wie Schatten, immer auf der Suche nach einem neuen, wehrlosen Kunden.
"Haben Sie Gepäck, soll ich helfen einladen für Sie?"
Der Taxifahrer stieg aus seinem Auto und ging auf die Styropor-Taschen zu, die ich als Köder ausgelegt hatte. Alles lief nach Plan, den Baseballschläger hinter meinem Rücken hatte er nicht bemerkt. Und als er ihn kommen sah, war es schon zu spät. Bähm! Der Taxifahrer ging zu Boden und verlor sogleich das Bewusstsein. Nun konnte ich unbesorgt sein infektiöses Blut ernten ...

Denkt nicht schlecht von mir. Ich habe den Mann schlussendlich doch leben gelassen, auch wenn er die nächsten Tage ein wenig blass im Gesicht aussehen dürfte. Sein Blut habe ich mit flüssigem Stückstoff gekühlt ... Johnny wird sich sicher über sein Weihnachtsgeschenk freuen. Mit müden Händen konnte ich seinen Wunsch von meiner Liste streichen. Die Wirkung des Coffeeins war fast völlig verflogen ... es wurde Zeit zu schlafen. Ich musste neue Kraft sammeln, denn es gab noch viele Geschenke zu sammeln. Denn eines war klar: Christmas was comming!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Geld macht nicht glücklich

Viel ist passiert in den Monaten die ich keine Posts geschrieben hab. Neue Wohnung, neuer Job, neuer Abschluss. Ja ja, es hat sich alles zum besseren gewendet für den guten alten Dr. Silvio könnte man sagen. Der Nobelpreis rückt näher und näher. Jedoch birgt auch das scheinbar Gute seine Schattenseiten. Zwar habe ich einen gut bezahlten Job und kann mit meinem neu erlangtem Reichtum um mich werfen ... doch die bittere Wahrheit ist: Geld macht nicht glücklich.

Als mein erster Gehaltscheck mich erreichte tat ich sofort, was jedes vernunftbegabte Wesen damit tun würde - es verprassen. Ich ging zu Mc Donalds und bestellte 100 Cheeseburger. Nachdem ich die nach Hause geschleppt hatte ging ich zu Edeka und kaufte noch 100 Dosen Booster ... nun hatte ich genug Kalorien für einen ganzen Monat. Meine Grundbedürfnisse waren also gedeckt und es waren gerade erst einige Stunden vergangen. Der Monat war noch lang, was tun mit der restlichen Zeit? Genau! Eine Familie gründen und Kinder zeugen. Ich griff mir also die nächstbeste Frau von der Straße, schleifte sie in meinen Keller und gründete eine Familie mit ihr. Als das abgeschlossen war rieb ich mir genüsslich die Hände, jetzt nur noch neun Monate warten und ich hätte eine Familie. Ich hätte wissen müssen, dass es nicht so einfach sein kann - denn als ich nach neun Monaten wieder in den Keller ging war die Frau tot. Schlimmer noch, es gab auch keine Spur von einem Kind, das ich doch so mühevoll gezeugt hatte (Ja stellenweise hatte man fast das Gefühl die Frau würde sich dagegen wehren). Scheinbar hatte ich etwas wichtiges vergessen ... und dann fiel es mir auf: es gab kein Fenster im Keller, also hatte die Frau keine Sonne bekommen. Und ohne Sonne wachsen Frauen nicht, verflucht! Beim nächsten Mal würde ich sie lieber auf dem Dachboden einschließen ... doch es sollte kein nächstes Mal geben. Denn mein Arbeitgeber rief mich noch am selben Tag an - wie sich herausstellte sollte ich für mein Gehalt arbeiten. Es kam mir gleich komisch vor, dass man mir einfach so jeden Monat einen Check geschickt hatte ... aber als sich die ersten drei Monate niemand meldete habe ich mir keine Gedanken mehr darum gemacht.

Tja, und so kommt es dass ich nun jeden Tag arbeiten muss für mein Geld. Niemand arbeitet gerne, ich will doch Fernsehen und nebenbei eine Familie auf meinem Dachboden züchten. Aber dazu fehlt mir nun die Zeit ... es fehlt einfach die Zeit. Geld macht nicht glücklich. Denkt mal darüber nach.

Samstag, 6. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift I

Die Weihnachtszeit ist wieder da. Wie ein dunkler Schleier legt sich Kälte und Dunkelheit über unser sonst so prächtiges Land. Das einzige was mir die Kraft gibt diese trostlose Zeit zu überstehen ist eine Thermoskanne randvoll mit schönem heißen russischen Kaffee. Mit jeder Menge Nescafè ... ihr kennt ja den Spruch: Wodka kann, Kaffee muss. An manchen Tagen lass ich den Wodka ganz weg und gebe mir die volle Coffein Dröhnung. Mit dem schwarzen Stoff im Blut gehts dann ab ins Rotlichtviertel. Dort bezahlte ich dann eine der Nutten dafür, dass sie Sex mit einer Robbe hat.
Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich Frauen dafür bezahlte Tiere zu ficken die vielleicht schon bald ausgestorben sind? Oder bin ich ein Visionär? Werden nackte feuchte Robben schon bald die Frauen in den hochglanz Magazinen verdrängen? Wohl eher nicht. Mich zumindest widert an was diese Frau mit der Robbe macht ... aber Günther Jauch hatte sich nun mal ein Robben-Sexvideo zu Weihnachten gewünscht, also filme ich das dreckige Treiben bis zum bitteren Ende.

Ein Geschenk im Sack ... doch das war nur der Anfang. Nur eines der verstörenden Kapitel in dem Horrorbuch das alljährlich durch Weihnachten geschrieben wird. Es gab noch unzählige Geschenke da draußen, die erst noch besorgt werden wollte. Dieses Mal hat es das Leben einer Robbe gekostet, die an einer Überdosis Viagra gestorben ist. Welche Opfer würde das nächste Geschenk fordern? Wir werden es erleben, denn eines ist gewiss: Chirstmas is coming!