Posts mit dem Label Rollenspiel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rollenspiel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 1. März 2011

Wo ist dein Gott jetzt?!

Mein Zukunfts-Ich (und natürlich meine zahlreiche Leserschaft) wird es sicher interessieren wie, das Rollenspiel so weitergegangen ist. Ich habe ja schon lange nichts mehr davon erzählt - nicht zuletzt weil es in der Prüfungszeit auch nicht stattgefunden hatte.
Doch diese Zeiten sind vorbei, und so hat sich unsere Truppe wieder in todesmutige Abenteuer gestürtzt. Wir waren in einer Höhle, wir waren in einem Wald, wir haben an einem Lagerfeuer gesessen und wir haben in einem Dorf dutzende Dorfbewohner totgeschlagen. Und das alles ganz alleine durch die Macht unserer Fantasie ... zusammen mit einer kleinen Priese LSD.
Nun gut, nach der Nebenhandlung kam der Endgegner - ein Kleriker. Man sollte meinen Kleriker wären gute, gläubige Menschen, aber dieser nicht. Er war grundauf böse und musste von uns ausgelöscht werden. Ihr müsst mir das glauben, er war wirklich böse ... ich sage das nicht nur um den sinnlosen Mord eines herzensguten Menschen zu rechtfertigen. Seine Tiere und die Dorfbewohner wollten ihn noch beschützen, aber sie mussten alle sterben. Wobei wir sie genau genommen nicht umgebracht haben, wir haben sie nur so schwer verletzt dass sie langsam verblutet sind. Na ja, der Kleriker hat sich schließlich unsichtbar gemacht und wollte fliehen. Er ist auf die Kirche geklettert, aber wir sind natürlich hinterher. Als wir ihn fanden, lag er auf Knieen und hat irgendwas gemurmelt. Vielleicht Gebete ... oder vielleicht doch dunkle Beschwörungsformeln?! Ein Risiko, das wir nicht eingehen konnten, daher haben wir ihm die Hand abgesägt, sie zu Hackfleisch verarbeitet und ihn das Hackfleisch essen lassen. Wie jeder weiß ist das der einzige Weg, einen dunklen Kleriker zu töten. Das Land war gerettet, die Quest war vorbei ... eine neue Quest wird folgen. Denkt mal drüber nach.

Samstag, 15. Januar 2011

düsterer Wald

Ein dunkler tiefer Wald. Umgeben von unwirklicher, unnatürlicher Finsternis. Es ist völlig ruhig, man kann nur seine Schritte und die seiner Gefährten hören ... In eben jender Situation fand ich mich heute am frühen Abend wieder. Ich und die anderen wusste gar nicht mehr, wie wir in  diese ausweglose Situation geraten waren, jedoch lag der Geruch von Blut und das Wimmern um Gnade in der Luft.
Als wir schließlich an eine nur dürftig gesicherte Hütte gelangten, sahen wir die Ursache dieser düsteren Szenerie. Ein Wesen mit Klauen und blutverschmierten Kiefern, wie es sich an dem Fleisch einer Jungfrau delitierte. Während die meisten sich an einen schlechten Splatter erinnert fühlten, prügelten die beiden Kämpfer unter uns die Bestie tod. Was dann noch übrig war, steckte ich in Flammen und vergrub die Gedanken in Asche und Rauch.
Genau das richtige Vorgehen, wie sich herausstellte - der Wald war gerettet, von jener seltsamen Gefahr. Sodann konnten wir friedlich schlafen und uns einem verstrickten Labyrinth aus Träumen zuwenden. Wieder mussten viele unschuldige sterben. Wieso nur müssen wir in unseren Träumen immer morden? Das Blut an unseren Händen wird real sein, wenn wir erwachen ... nächstes Mal. Denkt mal drüber nach.

Freitag, 7. Januar 2011

Märchenhafte Reise

Erneut begaben sich unsere Helden auf eine gar märchenhafte Reise, mit Feen, Zaubersprüchen und magischen Kreaturen. Eine Geschichte die so wundervoll und mystisch ist, dass man es gar nicht glauben würde, würde man davon hören. Erlebnisse so reich an Farben und voller Schimmer und Glanz wie ein Regenbogen an einem schillernden Sommermorgen. So belebend und erquickend wie der Anblick eines umherspringenden Hundewelpen.
Von den Ereignissen die sich dabei zugetragen, würde man noch seinen Kindern und deren Kindern erzählen. Man würde sagen "Wisst ihr noch jene Geschichte von unseren sagenumwobenen Helden?" Die Kinder würden nicken und ein gemütlicher Abend am Kamin, mit köstlichen Plätzchen aus der reichlich verzierten Keksdose würde beginnen. Die Augen der Kinder würden funkeln wenn sie die Abenteuer Wort für Wort aufsaugen und in ihrem Innern zum Leben erwachen lassen.
Und unsere Helden würden einem jeden eine wichtige Moral vermitteln. Eine Moral die von Treue, Ehrlichkeit und Kamaradschaft handelt. Eine Moral fürs Leben, und dennoch eine Moral für die unwahrscheinlichste Situation. Situationen wie sie die Helden unserer Erzählung erlebten und die diese Geschichte so außergewöhnlich und lebhaft werden lassen. Die einen zum Lachen bringen und doch mit dem anderen Auge weinen lässt - bis sich unerwartet alles zum Guten wendet und man lachen muss. Während wieder andere den düsteren trügerischen Schatten über der Geschichte schweben sehen und in vielstündiges Grübeln verfallen.
Doch alles Grübeln wäre vergessen, wenn man die Geschehnisse voller Hast und Inbrunst weiter verfolgt. An den Lippen des Erzählers hängend, dem die phantastischen und bizarresten Metaphern entrinnen, die jenen Geschehnissen die damals tatsächlich geschahen jedoch bei weiten nicht das Wasser reichen. Was unseren Helden geschah kann nämlich kein menschliches Wort umschreiben und kein menschlicher Geist fassen. Man kann es nur versuchen und den Funken des Wunders auf die Fackeln unserer gierenden Seelen überspringen lassen.
Verzückend, verzaubernd, verwundernd, die Liste der Adjektive mag grenzenlos sein. Grenzenlos wie die Anerkennung und Hingabe für jene Taten unserer Helden an jenem Tage zu damaliger Zeit. Denkt mal drüber nach.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Blut an den Händen

Diesen Mittwoch hatte Harri uns zu sich geladen ...
doch kaum waren wir da, begann das grausame Morden. Zwar meinte Sie wir wären rechtsschaffend gut, aber dennoch klebte schnell das erste Blut an unseren Händen. Dutzende ... Hunderte mir immer gleich erscheinende Gestalten wurden von Ihr aufgeboten - das Kanonenfutter für unser perfides Schlachtfest.
Während Ole die meiste Zeit in tiefe Gebete verfallen war, schlachtete Marco sich durch die Reihen. Schwerter, Äxte, Schlagwaffen - mit allem prügelte er auf unsere Feinde ein. Marco war zwar grausam - aber Katrin war hinterhältig. Aus weiter Entfernung schoss sie einen nach dem anderen nieder ...
Doch wenn ihr denkt das war das Schlimmste, dann liegt ihr falsch. Denn schon bald reichte es uns nicht mehr einfach nur zu töten ... nein. Wir haben ... haben ... ich kann es nicht mal aussprechen ... Wir haben sie bei lebendigen Leib zu Asche verbrannt. Sie ... und auch ihre Kinder.
An diesem Punkt beschenkten wir uns gegenseitig und genossen ein königliches Mahl. Die Orgie hatte zwar noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht, aber über die klebrige halbdurchsichtige Flüssigkeit und was weiterhin später noch geschah, hülle ich den Schleier des Schweigens.

Schlussendlich meinte Sie wir hätten damit eine wichtige Lektion gelernt: Das Leben ist hart, aber Chuck Norris ist härter. Was in Zahlen etwas 100 Punkten entspricht ... was wiederum in etwa der Erfahrung entspricht, die man durch den Aufbau eines Ikearegals sammelt. Doch ich frage mich, war es das wert? Wie viele Schlumpfbeeren sind genug ... wie viele!
Denkt mal darüber nach