Nach einer langen Schlacht ist es nun endlich soweit, ich habe den Endgegner besiegt. Damit habe ich eine weitere Stage auf dem Weg zum Mastertitel durchgespielt, und auch wenn es immer eine Menge Arbeit ist, war es im Endeffekt gar nicht so schwer.
Der letzte Endboss hieß Simmer-Men, er hat die Fähigkeit seine Gegner zu paralysieren und mit einem breiten Arsenal an naturwissenschaftlichen Fragen zu bombadieren. Er war ein starker Gegner, ein würdiger Endboss. Doch als ich schließlich herausfand, dass die einzige Möglichkeit ihn zu verwunden daran besteht, Fragen zu dem Themengebiet analytische Chemie richtig zu beantworten, war es schnell vorbei. Der Score war schlussendlich leider nicht optimal, aber wohl doch hoch genug.
Nun wird es Zeit sich neue Ausrüstung zu kaufen, etwas zu leveln und schließlich meinen Vorrat an Tränken aufzufüllen. Ohne Tränke geht auf diesem hohen Lvl nämlich gar nix. Und dann kann in einem Monat auch schon das nächste Abenteuer meiner ewigwährenden Mission beginnen, einen Mastertitel zu erreichen.
Ja liebe Blogleser, es ist wahr, ich habe keinen Mastertitel ... was auch heißt, dass ich bislang keinen Universitätsabschluss besitze. Meinen Doktortitel habe ich nur ehrenhalber, weil ich 1922 das Zyklon B erfunden habe. Zyklon B, so eine schöne Erfindung ... zu schade, dass sie es dann verwendet haben um Juden damit umzubringen. Ursprünglich hatte ich es nur entwickelt, um Menschen damit zu vergasen, deren Namen mehr als 4 Silben hat. Denn Menschen mit mehr als vier Silben im Namen stehlen unsere Zeit, und Zeit ist bekanntlich Geld. Sie stehlen Geld! Unser Geld!
Mein zweiter Versuch diese Bastarde auszurotten schlug leider auch fehl. Ich hatte die Atombombe erfunden, aber diese Idioten haben nur Japan damit bombadieren. Danach habe ich es aufgegeben Massenvernichtungswaffen zu erforschen und stattdessen Kugelschreiber entwickelt, die explodieren sobald jemand damit einen Namen schreibt, der mehr als vier Silben hat. Es wurden nicht viele verkauft, aber ein paar davon sind noch im Umlauf. Er ist kugelschreiberfarbend und man kann mit einem Drehmechanismus die Kugelschreiberspitze ein- und ausfahen.
Aber ich schweife ab ...
... denkt mal darüber nach.
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Dienstag, 26. Februar 2013
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Saugheimsches Saugtheorem
Liebe Blogleser, es gibt großartige Neuigkeiten! Ich, Dr. Silvio, habe allen Widrigkeiten zum Trotzt eine EDEKA-Kundenkarte erhalten. Jeder weiß wie schwer es ist an die begehrten Kundenkarten zu kommen, die es nur in limitierter Stückzahl gibt.
Schon bei meinem ersten Einkauf habe ich dank dieser Kundenkarte 86 Cent gesparrt! 86 Cent, was ich mit dem Geld alles machen könnte. Es mag zunächst wenig klingen, aber wenn man dieses Geld richtig investiert, ist es der Grundstein für ein unfassbares Vermögen. Man könnte von dem Geld eine Socke kaufen und sich den Überschuss in 1-Cent-Strücken ausbezahlen lassen. Die Cents füllt man dann in die Socke und schon hat man die perfekte Waffe um alte Rentner zu berauben. Oder Kinder - die Möglichkeiten sind grenzenlos!
Aber weg von meinem ungeahnten Reichtum. Die Uni geht bald wieder los - und passend dazu findet eine Einführungsveranstaltung statt. Was genau sie wem einführen ist mir noch nicht klar, aber ich werde es sicher nicht verpassen. Vllt geht es ja darum welche neuen Privilegien und Vergünstigungen unser neuer Titel uns bringt. Das niedere Volk muss uns jetzt immerhin mit "Master" anreden. Außerdem habe ich gehört wir bekommen jetzt die Impfung gegen Aids, die nur der Elite Deutschlands zusteht. Zja, all die Jahre wollte ich Aids heilen, und nun erfahre ich dass die Krankheit nie eine Gefahr war, sondern nur entwickelt wurde um die ganzen Armen auszurotten. Vielleicht heile ich Aids ja trotzdem - ich bin einfach zu nett für diese Welt *seufz*.
Was mich zurück nach Russland bringt. Der Saugtier-Entwurf hat das Parlament inzwischen passiert. Die Leute dort nennen Säugetiere nun Saugtiere. Ein kleines Ereigniss mit ungeahnten Folgen! Durch diese grammatikalische Veränderungen offenbart sich den Menschen dort scheinbar eine ganz neue Welt der Logik und Klarheit. In nur zwei Tagen hat sich das Brutoinlandsprodukt Russlands verdreifacht! Zudem haben die Wissenschaftler dort eine Quantenschaumbombe entwickelt, die auf dem ebenfalls in Russland entwickelten Saugheimschen Saugtheorem beruht. Die Russen drohen nun damit die Welt in die Luft zu sprengen, wenn nicht alle damit beginnen die Säugetiere Saugtiere zu nennen. Der amerikanische Senat wird kommenden Montag über die Saugtierfrage entscheiden.
Ich sollte mein neu gewonnenes Geld also vllt lieber schnell ausgeben. Vllt ist dies ja schon die letzte Woche die wir alle erleben werden. Denkt mal darüber nach.
Schon bei meinem ersten Einkauf habe ich dank dieser Kundenkarte 86 Cent gesparrt! 86 Cent, was ich mit dem Geld alles machen könnte. Es mag zunächst wenig klingen, aber wenn man dieses Geld richtig investiert, ist es der Grundstein für ein unfassbares Vermögen. Man könnte von dem Geld eine Socke kaufen und sich den Überschuss in 1-Cent-Strücken ausbezahlen lassen. Die Cents füllt man dann in die Socke und schon hat man die perfekte Waffe um alte Rentner zu berauben. Oder Kinder - die Möglichkeiten sind grenzenlos!
Aber weg von meinem ungeahnten Reichtum. Die Uni geht bald wieder los - und passend dazu findet eine Einführungsveranstaltung statt. Was genau sie wem einführen ist mir noch nicht klar, aber ich werde es sicher nicht verpassen. Vllt geht es ja darum welche neuen Privilegien und Vergünstigungen unser neuer Titel uns bringt. Das niedere Volk muss uns jetzt immerhin mit "Master" anreden. Außerdem habe ich gehört wir bekommen jetzt die Impfung gegen Aids, die nur der Elite Deutschlands zusteht. Zja, all die Jahre wollte ich Aids heilen, und nun erfahre ich dass die Krankheit nie eine Gefahr war, sondern nur entwickelt wurde um die ganzen Armen auszurotten. Vielleicht heile ich Aids ja trotzdem - ich bin einfach zu nett für diese Welt *seufz*.
Was mich zurück nach Russland bringt. Der Saugtier-Entwurf hat das Parlament inzwischen passiert. Die Leute dort nennen Säugetiere nun Saugtiere. Ein kleines Ereigniss mit ungeahnten Folgen! Durch diese grammatikalische Veränderungen offenbart sich den Menschen dort scheinbar eine ganz neue Welt der Logik und Klarheit. In nur zwei Tagen hat sich das Brutoinlandsprodukt Russlands verdreifacht! Zudem haben die Wissenschaftler dort eine Quantenschaumbombe entwickelt, die auf dem ebenfalls in Russland entwickelten Saugheimschen Saugtheorem beruht. Die Russen drohen nun damit die Welt in die Luft zu sprengen, wenn nicht alle damit beginnen die Säugetiere Saugtiere zu nennen. Der amerikanische Senat wird kommenden Montag über die Saugtierfrage entscheiden.
Ich sollte mein neu gewonnenes Geld also vllt lieber schnell ausgeben. Vllt ist dies ja schon die letzte Woche die wir alle erleben werden. Denkt mal darüber nach.
Samstag, 22. September 2012
Bachelorzeugnisübergabe
So, heute gabs für viele Bacheloren ihre Bachelorzeugnisse. Eigentlich keine große Sache, es ist schließlich nur ein Bachelor, viel anfangen kann man mit so einem Bachelor nicht ... wirklich nützlich ist er nur um sich für den Master anzumelden. Aber dennoch meinte die Uni ihn uns "feierlich" übergeben zu müssen.
Tja, 6 Semester zu studieren ist halt nicht genug, man muss sich noch eine lahme Übergabezeremonie antun um an den verdammten Wisch zu kommen ... Jetzt sagt nicht man könnte sich das Zeugnis auch einfach im Studienbüro abholen und der Übergabe fern bleiben, denn das würde einen ewig in der Ungewissheit zurücklassen, möglicherweise etwas verpasst zu haben.
Nun gut, wie zelebriert man so einen Bachelorabschluss? Aber natürlich, mit einem öden vierzigminütigen Vortrag über die Geschichte der Universität. Versteht mich nicht falsch, es war sehr nett von der Frau dass sie sich die Zeit genommen hat diesen Vortrag zu halten - und sicher ist es auch für irgendwen, irgendwo auf der Welt wichtig, dass sich jemand damit beschäftigt wer vor 500 Jahren welchen Lehrstuhl gegründet hat ... aber für mich ist es langweilig. Mal ganz abgesehen davon, dass ich 90% von den Fakten eh schon wieder vergessen habe, hätte man sich das meiner Meinung nach sparen können. Aber wahrscheinlich hatten die Leute mit spannenden Vorträgen einfach keine Lust ihn für unbedeutende Bachelors zu halten. Verständlich.
Nachdem dieser tiefgreifende Vortrag abgehandelt war, konnte man den Studenten noch in 10 Minuten ihren Abschluss in die Hand drücken und fertig war die Laube.
Es ist immer schade wenn Leute mit besten Absichten sich Zeit nehmen und Energie auf soetwas verwenden, und dann kommt nicht mehr dabei raus als das. Eine Zeugnisübergabe hat so viel Potential. Ich stelle mir einen dunklen, von Kerzen erleuchteten Hörsaal vor. Ich sehe einen Chor, der auf lateinisch singt und überall gibt es Feuerwerk und Leute in Umhängen. Dann ein heiliger Kelch aus dem man trinken muss und einen tiefgreifenden Schwur den man schwören muss. Und natürlich gibt es eine Statue die man anbeten muss und all sowas ... soetwas würde Eindruck hinterlassen. Und dann kommt der Vortrag, darüber wie groß unsere Zukunft sein wird und was die Welt alles für uns bereithält. Habe ich das Feuerwerk schon erwähnt? Danach opfern wir eine Jungfrau und trinken ihr Blut, danach lassen wir zwei Obdachlose auf Leben und Tot miteinander kämpfen und schließen Wetten auf den Sieger ab. Und schlussendlich räumen alle gemeinsam die Schweinerei wieder auf und unterhalten sich darüber wie schön der Abend war ... tja ... wenn ich erst mal meine eigene Universität habe wird das alles Realität werden ... denkt mal darüber nach.
Tja, 6 Semester zu studieren ist halt nicht genug, man muss sich noch eine lahme Übergabezeremonie antun um an den verdammten Wisch zu kommen ... Jetzt sagt nicht man könnte sich das Zeugnis auch einfach im Studienbüro abholen und der Übergabe fern bleiben, denn das würde einen ewig in der Ungewissheit zurücklassen, möglicherweise etwas verpasst zu haben.
Nun gut, wie zelebriert man so einen Bachelorabschluss? Aber natürlich, mit einem öden vierzigminütigen Vortrag über die Geschichte der Universität. Versteht mich nicht falsch, es war sehr nett von der Frau dass sie sich die Zeit genommen hat diesen Vortrag zu halten - und sicher ist es auch für irgendwen, irgendwo auf der Welt wichtig, dass sich jemand damit beschäftigt wer vor 500 Jahren welchen Lehrstuhl gegründet hat ... aber für mich ist es langweilig. Mal ganz abgesehen davon, dass ich 90% von den Fakten eh schon wieder vergessen habe, hätte man sich das meiner Meinung nach sparen können. Aber wahrscheinlich hatten die Leute mit spannenden Vorträgen einfach keine Lust ihn für unbedeutende Bachelors zu halten. Verständlich.
Nachdem dieser tiefgreifende Vortrag abgehandelt war, konnte man den Studenten noch in 10 Minuten ihren Abschluss in die Hand drücken und fertig war die Laube.
Es ist immer schade wenn Leute mit besten Absichten sich Zeit nehmen und Energie auf soetwas verwenden, und dann kommt nicht mehr dabei raus als das. Eine Zeugnisübergabe hat so viel Potential. Ich stelle mir einen dunklen, von Kerzen erleuchteten Hörsaal vor. Ich sehe einen Chor, der auf lateinisch singt und überall gibt es Feuerwerk und Leute in Umhängen. Dann ein heiliger Kelch aus dem man trinken muss und einen tiefgreifenden Schwur den man schwören muss. Und natürlich gibt es eine Statue die man anbeten muss und all sowas ... soetwas würde Eindruck hinterlassen. Und dann kommt der Vortrag, darüber wie groß unsere Zukunft sein wird und was die Welt alles für uns bereithält. Habe ich das Feuerwerk schon erwähnt? Danach opfern wir eine Jungfrau und trinken ihr Blut, danach lassen wir zwei Obdachlose auf Leben und Tot miteinander kämpfen und schließen Wetten auf den Sieger ab. Und schlussendlich räumen alle gemeinsam die Schweinerei wieder auf und unterhalten sich darüber wie schön der Abend war ... tja ... wenn ich erst mal meine eigene Universität habe wird das alles Realität werden ... denkt mal darüber nach.
Mittwoch, 5. September 2012
Die Semesterferien
Da ich nicht die kompletten Semesterferien lang nur 2 Stunden pro Tag schlafen konnte um mich somit in einem Zustand zwischen Euphorie und Multiorganversagen zu versetzen, war es schlussendlich nötig sich einige Beschäftigungen zu suchen. Beschäftigungen für die Vorlesungsfreie Zeit, ist dies überhaupt möglich? Jeder weiß doch, dass die Semesterferien viel zu lang sind, um sie mit sinnvollen Vorhaben zu füllen.
Selbstmord? Ja, das wäre eine Möglichkeit gewesen - aber nein, dieses Mal nicht.
Also habe ich stattdessen Musik gehört. Ja, auch wenn ich dafür keinen Finger rühren musste zählt es als Beschäftigung. Dieses Lied zum Beispiel, dass mir persönlich gewidmet ist, klingt doch ganz nett:
http://www.youtube.com/watch?v=zBTYI0sXTa4
Oder dieses Lied über die Frau die ich liebe:
http://www.youtube.com/watch?v=h5lA8Zc2w2I
Und ich beim Klavierspielen:
http://www.youtube.com/watch?v=_6i33aLemgE
Bei dem letzten Lied konnten wir leider nicht zeigen, wie ich persönlich es spiele, weil meine Bewegungen zu schnell für die Kamera waren und zu geschickt, als dass ein gewöhnliches menschliches Gehirn sie verstehen könnte. Daher stattdessen das animierte Video, was zählt ist ja die Musik.
Hm?
Ähm ja, die Frau die ich liebe, das habe ich geschrieben.
Wer das ist? Also, nun ja, ich denke nicht dass das Internet der Ort ist um über so etwas zu sprechen. Aber hat nicht jeder irgendjemanden den er für etwas besonders hält? Was wären wir, wenn wir völlig lieblos durch das Leben schritten? Doch wohl nicht mehr als ein kalter, gefühlloser Nazizombie. Also ich bin sicher kein Nazizombie, ihr vielleicht?
Doch leider war das andauernde hören von Musik auch kein langanhaltender Zeitvertreib. Mir blieb nur eins, Heroin und dann Selbstmord.
Nein wartet, vorher konnte ich noch mit dem Fahrrad umherfahren. Ja, ach war das ein Spaß, wo ich nicht alles war. Ich war hier ... und dort! Ganz recht, nicht nur hier, sondern auch dort, somit sind alle denkbaren geographischen Bezirke von mir abgedeckt worden. Man könnte sagen ich war überall. Tja, nachdem ich überall war, blieb mir wohl nichts weiter als ein Tütchen Crack zu schlucken und mich dann von eine dreckigen Crackhure ausweiden zu lassen. Ich will nicht sagen Crackhuren wären Mörderinnin, ich sage nur sie würden mich töten, wenn ich zuvor eine Tüte Crack schlucke.
Aber egal, das war gar nicht nötig, denn vorher gab es da noch eine andere Möglichkeit. Also tat ich, was jeder gute Christ getan hätte, ich fuhr nach Dänemark. Und auch wenn der Ausflug interessant und spaßig war, so muss man sich doch eingestehen, dass Dänemark ein verdammt langweiliges Land ist. Alle Leute da sprechen mit einer seltsamen, hektischen abgehackten Sprache, wie vom Teufel Besessene. Ansonsten sind die Leute da aber ziemlich nett ... nur leider ist da viel nicht los.
Und so kam es wie es kommen musste, ich war wieder zu Hause und immer noch über ein Monat dieser gottlosen Ferienzeit stand mir bevor. Jetzt gab es wirklich kein Zurück mehr, es war an der Zeit mein Leiden zu beenden. Was also tun, wenn man seine Träume wegwerfen und sich in einen seelenlosen Zombie verwandeln möchte, der nur noch geistlos umherirrt ohne jeden Anspruch an die Welt und das Leben? Ja, wo findet man denn wohl die Leute die all ihre Zukunftswünsche vergessen haben und alltäglich den gleichen Trott folgen, bis ihre Körper langsam dem Zerfall der Zeit zum Opfer fallen: Auf einem Arbeitsplatz. Ich suchte also Arbeit, und wie nicht anders zu erwarten, fand ich auch schon nach 13 Minuten eine Stelle. Dort werde ich nun die restliche Ferienzeit mein Dasein fristen, in einem trügerischen Zustand zwischen Leben und Tod.
Doch glaubt nicht, das wäre das Ende der Geschichte. Denn wenn ihr eines vom Fernsehen lernen könnte, dann das: Die Hauptfigur kommt immer lebend zurück, ganz egal wie aussichtslos die Situation auch erscheinen mag. Denkt mal darüber nach.
Selbstmord? Ja, das wäre eine Möglichkeit gewesen - aber nein, dieses Mal nicht.
Also habe ich stattdessen Musik gehört. Ja, auch wenn ich dafür keinen Finger rühren musste zählt es als Beschäftigung. Dieses Lied zum Beispiel, dass mir persönlich gewidmet ist, klingt doch ganz nett:
http://www.youtube.com/watch?v=zBTYI0sXTa4
Oder dieses Lied über die Frau die ich liebe:
http://www.youtube.com/watch?v=h5lA8Zc2w2I
Und ich beim Klavierspielen:
http://www.youtube.com/watch?v=_6i33aLemgE
Bei dem letzten Lied konnten wir leider nicht zeigen, wie ich persönlich es spiele, weil meine Bewegungen zu schnell für die Kamera waren und zu geschickt, als dass ein gewöhnliches menschliches Gehirn sie verstehen könnte. Daher stattdessen das animierte Video, was zählt ist ja die Musik.
Hm?
Ähm ja, die Frau die ich liebe, das habe ich geschrieben.
Wer das ist? Also, nun ja, ich denke nicht dass das Internet der Ort ist um über so etwas zu sprechen. Aber hat nicht jeder irgendjemanden den er für etwas besonders hält? Was wären wir, wenn wir völlig lieblos durch das Leben schritten? Doch wohl nicht mehr als ein kalter, gefühlloser Nazizombie. Also ich bin sicher kein Nazizombie, ihr vielleicht?
Doch leider war das andauernde hören von Musik auch kein langanhaltender Zeitvertreib. Mir blieb nur eins, Heroin und dann Selbstmord.
Nein wartet, vorher konnte ich noch mit dem Fahrrad umherfahren. Ja, ach war das ein Spaß, wo ich nicht alles war. Ich war hier ... und dort! Ganz recht, nicht nur hier, sondern auch dort, somit sind alle denkbaren geographischen Bezirke von mir abgedeckt worden. Man könnte sagen ich war überall. Tja, nachdem ich überall war, blieb mir wohl nichts weiter als ein Tütchen Crack zu schlucken und mich dann von eine dreckigen Crackhure ausweiden zu lassen. Ich will nicht sagen Crackhuren wären Mörderinnin, ich sage nur sie würden mich töten, wenn ich zuvor eine Tüte Crack schlucke.
Aber egal, das war gar nicht nötig, denn vorher gab es da noch eine andere Möglichkeit. Also tat ich, was jeder gute Christ getan hätte, ich fuhr nach Dänemark. Und auch wenn der Ausflug interessant und spaßig war, so muss man sich doch eingestehen, dass Dänemark ein verdammt langweiliges Land ist. Alle Leute da sprechen mit einer seltsamen, hektischen abgehackten Sprache, wie vom Teufel Besessene. Ansonsten sind die Leute da aber ziemlich nett ... nur leider ist da viel nicht los.
Und so kam es wie es kommen musste, ich war wieder zu Hause und immer noch über ein Monat dieser gottlosen Ferienzeit stand mir bevor. Jetzt gab es wirklich kein Zurück mehr, es war an der Zeit mein Leiden zu beenden. Was also tun, wenn man seine Träume wegwerfen und sich in einen seelenlosen Zombie verwandeln möchte, der nur noch geistlos umherirrt ohne jeden Anspruch an die Welt und das Leben? Ja, wo findet man denn wohl die Leute die all ihre Zukunftswünsche vergessen haben und alltäglich den gleichen Trott folgen, bis ihre Körper langsam dem Zerfall der Zeit zum Opfer fallen: Auf einem Arbeitsplatz. Ich suchte also Arbeit, und wie nicht anders zu erwarten, fand ich auch schon nach 13 Minuten eine Stelle. Dort werde ich nun die restliche Ferienzeit mein Dasein fristen, in einem trügerischen Zustand zwischen Leben und Tod.
Doch glaubt nicht, das wäre das Ende der Geschichte. Denn wenn ihr eines vom Fernsehen lernen könnte, dann das: Die Hauptfigur kommt immer lebend zurück, ganz egal wie aussichtslos die Situation auch erscheinen mag. Denkt mal darüber nach.
Montag, 21. Februar 2011
Über 7 Brücken
Eine alte Prüfungszeit geht, eine junge Ferienzeit lebt - fairer Tausch.
Knappe 30 Tage Prüfungszeit sind nun auch wirklich zu viel. Ich glaube dass kaum noch jemand bei den letzten Prüfungen die Moral hatte sich richtig vorzubereiten ...
Hier noch mal ein Rückblick.
- Es begann mit Festkörperchemie, es gab eine kurze, aber doch wichtige Liste von Dingen zu lernen. Raumgruppen, Symmetrieelemente, Arbeitsmethoden und eine Formel. 3CP
- Es folgte Rechtskunde, wirklich gelernt hat man da nichts, nur das Skript musste man ausdrucken und in mühevoller Handarbeit den Inhalt indizieren, um ihn in der Prüfung schnell zu finden. 1,5CP
- Dann kam die Analytikklausur, 90% zum Ankreuzen. Gefragt wurden nur so Wischi-Waschi Sachen ... oft war die richtige Ankreuzsequenz reines Ratespiel. 6CP
- Die OC-Prüfung. Die erste sinnvolle Prüfung - viel zu lernen, viele Zusammenhänge, viele Informationen. 6CP
- Nun kam die Toxikologieprüfung. Hier war auswendiglernen angesagt, und es wurden viele Sachen gefragt die keinen interessieren - viel Arbeit für die paar mikrigen Creditpoints. 1,5CP
- Schließlich Physikalische Chemie. Auch kaum was auswendig zu lernen, da wir eine handschriftliche Formelsammlung mitbringen durften. Das Grundverständnis hatte man theoretisch schon im Praktikum und in den Hausaufgaben entwickelt. Die Klausur war schlussendlich wie erwartet, wenn auch nicht einfach. 9CP
- Schlussendlich Theoretische Chemie. Das ganze Semester praktisch nix gelernt - und dementsprechend auch die Prüfung, mit den paar Aufgaben die uns vorher angekündigt wurden. 3CP
Hart verdiente 30CP ... letztes Semester waren nur 3 Prüfungen dafür nötig. Macht das alles Sinn? Lasst uns überlegen ... im 1. Semester gab es 24 Wochenstunden und dafür 30CP. In diesem Semester gab es 31 Wochenstunden und dafür ebenfalls 30CP. Es gibt Leute die würden das als Ungleichgewicht bezeichnen, aber mir ist natürlich klar, dass Creditpoints gewichtslos sind, genauso wie Wochenstunden, sodass es unmöglich ist ein Ungleichgewicht zu erreichen.
Aber gut, damit endet die langweilige Prüfungszeit und neue, spannende Zeiten erwarten uns. Denkt mal darüber nach.
Sonntag, 20. Februar 2011
ThC-Prüfung: Prof. Ludwig
[Alle Ereignisse und Personen im Folgenden Beitrag - auch solche,
die sich auf lebende Personen beziehen - sind frei erfunden.
Der folgende Beitrag ist schlecht, und sollte deshalb von niemandem
gelesen werden.]
Der Sonntagabend vor der Theoretische Chemie Prüfung. Professor Doktor Ralf Ludwig kommt gerade von der Arbeit nach Hause, wo er schon von seiner liebevollen Ehefrau erwartet wird.
"Ich bin zu Hause Schatz. Wo ist mein Abendessen - das Spiel geht gleich los!"
Der Professor ist ein großer Fan von American Football, auf das heutige Spiel freut er sich schon seit vielen Wochen. Doch was er nicht weiß - sein Fernsehglück liegt noch in weiter Ferne.
"Ralf - bist du das?", ruft seine Frau aus der Küche.
"Natürlich Schatz, wer sonst."
"Warst du noch in der Apotheke und hast die Salbe für meinen Ausschlag mitgebracht, Ralf?!"
Dr. Ludwig quält sich aus seinem Mantel und seinen Schuhen, endlich Daheim. Dann ruft er zurück in die Küche:
"Nein Liebling - heute läuft doch das Spiel!"
"Aber Ralf ... mein Ausschlag!"
"Ich bring dir deine Salbe morgen mit, Kürbiskernchen."
"Aber Ralf, es juckt jetzt!"
Dr. Ludwig entlädigt sich nun auch seiner Hose. Oh, ja, so ein bisschen Frischluft an den Beinen tut gut - besonders wenn er sich gleich auf der Couch lümmelnd das Spiel anschauen würde.
"Ich hab gesagt ich bring die verdammte Salbe morgen mit!"
"Ralf ... du liebst mich nicht mehr!"
"Die Geschäfte haben doch Sonntag gar nicht offen, Streußelschneckchen..."
"Dann hast du die Tampons also auch nicht gekauft, Ralf?!"
Der Professor rekelt sich inzwischen auf der Couch und mit einem Tastendruck der Fernbedienung beginnt im Fernseher die Vorberichterstattung des Spiels. Die Mavericks gegen die Pirates - was für ein Spiel.
"Ralf, die Tampons, was ist mit den Tampons?!"
"Sag mir lieber wo das Essen bleibt!"
"Ich bin doch keine Küchenkraft ...",
seine Frau kommt aus der Küche und stellt lieblos einen Teller mit Fischstäbchen und Möhrengemüse auf den Tisch.
"Ich hoffe du verreckst dran!"
"Du stehst mir im Bild verflucht!"
"Männer ..." Schon ist sie wieder in der Küche verschwunden.
"Sind das Möhren?! Du weißt doch, ich mag keine Möhren."
"Sei jetzt still und iss die Möhren, Ralf!!"
"Ist es vielleicht nach einem harten Tag im Institut zu viel verlangt, keine Möhren runterwürgen zu müssen?"
Angewiedert sticht der Professor die Gabel in eine der winzigen Möhrchen und schiebt sie sich in den Mund. Jede Faser seines Körpers streubt sich gegen den möhrigen Geschmack ...
"Hab dich nicht so Ralf!"
"Die Möhren sind widerlich, verdammt ich hasse Möhren!"
"Iss die Möhren oder ich lasse mich scheiden, Ralf!"
"Gott - ich ess die beschissenen Möhren doch!"
Als er jedoch alle Möhren aufgegessen hat, beginnt sich plötzlich ein seltsames Gefühl in seinem Magen auszubreiten...
"Verflucht ... du hast die Möhren vergiftet?!"
"Mach dich nicht lächerlich, Ralf."
"Wie konntest du nur?"
"Was ... was zur Hölle, nein Ralf, nein Ralf unterstehe dich!!"
Der Professor lässt sich von der Couch auf den Boden gleiten und erbricht die Möhren auf den Wohnzimmerteppich.
"Nein Ralf - böser Ralf! Das ist Pfui!"
"Ich hab dir gesagt ich mag keine Möhren."
"Ja, Ralf, das hast du."
Einige Minuten herrscht Schweigen.
"Tut mir Leid, dass ich deine Salbe und die Tampons vergessen habe."
"Und mir tut es Leid, dass ich dir Möhren gemacht habe."
"Und mir tut es Leid, dass ich dir Möhren gemacht habe."
"Ich bin einfach am Ende mit den Nerven, weil die Prüfung vor der Tür steht. Habe ich die Fragen gut formuliert, habe ich den Studenten alles vermittelt? Ich bin besorgt, dass jemand durchfallen könnte ... das macht mich fertig."
"Du bist ein guter Mensch, Ralf ... ein guter Mensch."
"Ich liebe dich, Honigpferdchen."
"Du bist ein guter Mensch, Ralf ... ein guter Mensch."
"Ich liebe dich, Honigpferdchen."
"Ich liebe dich auch, Ralf."
Daraufhin kann der Professor das heißersehnte Spiel sehen und es ist so phantastisch und spannend wie er es sich in seinen kühnsten Träumen nicht erhofft hat. Doch die Befürchtungen über die morgige Prüfung schweben wie ein Damoklesschwert über dem Abend. Erst der morgige Tag wird Gewissheit bringen - denkt mal drüber nach.
Freitag, 18. Februar 2011
ThC - La Grande Finale
Die siebte und letzte Prüfung steht ins Haus. Viele musste schon Federn lassen, doch nun endlich geht es zu Ende.
Doch bevor wir in die Letzte Schlacht ziehen, lasst uns noch einmal den vielen Opfern der Prüfungen gedenken ... Wie dem kleinen Jimmy. Jimmy hatte es nie leicht - seine Eltern haben ihn geschlagen, seine Lehrer haben ihn missbraucht, und seine Geschwister haben seinen jungen Körper auf dem Straßenstrich verkauft. Alles was Jimmy wollte, war ein Chemiker werden um ein besseres Leben zu führen. Zu schade nur, dass er dafür erst die sieben Hürden der Prüfungszeit nehmen musste. Ja ... die erste schaffter er noch, auch über die zweite und dritte Hürde quälte er sich ... doch sein geschundener Körper war zu schwach auch noch die weiteren Prüfungen zu schreiben ... der arme kleine Jimmy. Er musste am eigenen Leib erfahren, wie hart die Prüfungszeit ist.
Heute jobbt Jimmy auf einem Ponyhof. Er sagt er sei glücklich damit - endlich keine langweiligen Vorlesungen mehr, kein stundenlanges Lernen und auch kein Prüfungenstress. Doch seine großen, müden Augen sagen etwas anderes.
Seit er durchgefallen ist hat er auch angefangen zu trinken ... erst war es nur Milch, doch schnell kam er zu Saft und schließlich zu Kaffee. Inzwischen trinkt er immer ein paar Gläschen mehr ... armer, kranker Jimmy. Die Uni hat ihm den Rest gegeben ... ich zähle die Stunden bis man seine aufgeknüpfte Leiche im Ponystall findet.
Lasst uns Jimmy und all den anderen gedenken - und Glückwunsch an all diejenigen, die es trotz allen Widrigkeiten geschafft haben. Das Leben ist kein Ponyhof - denkt mal drüber nach.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Ruhe vor dem Sturm
Der Abend vor der PhyCh-Prüfung. Ein ruhiger Abend, an dem man seine Kräfte sammelt, seinen Körper entspannt und früh die Ruhe des Bettes genießt.
Zumindest wäre das so, würden nicht wieder vier Folgen "How I met your Mother" von 21:15 bis 23:15 Uhr laufen. Manch einer würde argumentieren, man könne die Folgen doch auch noch morgen Nachmittag über Internet schauen, um den Abend dafür friedlich zu schlafen - doch diese Annahme ist falsch. Wer könnte denn ruhig schlafen, während im Fernsehen neue Folgen "How I met your Mother" laufen?! Ich sag euch wer das könnte ... seelenlose homosexuelle Nazivampire! Und sehe ich vielleicht aus als wäre ich ein Vampir? Nein, natürlich nicht - folglich werde ich alle vier Folgen gucken und morgen trotzdem pünktlich zur frühsten Stunde die Prüfung schreiben. Wer hat sich nur ausgedacht die Prüfung schon um 9 Uhr zu schreiben, eine Uhrzeit wo wohl jeder noch die Behaglichkeit seines Schlafquatiers vorziehen würde.
Aber wie schon oft erwähnt: So ist das eben wenn man ein Student ist, man hat es nicht leicht. Man muss oft schon vor um 12 aus dem Haus, man muss in den nur knapp 3 freien Monaten ganze 7 Prüfungen schreiben und natürlich werden dann nur ca. 70% der Prüfungsaufgaben genauso aussehen wie in der Vorjahresklausur. Was haben wir Studenten der Welt nur getan - was haben wir falsch gemacht, dass man uns so quält? Das ist nicht fair ... einfach nicht fair! Denkt mal drüber nach.
Sonntag, 13. Februar 2011
Geschichte wiederholt sich
Morgen steht die Toxikologie-Prüfung an. Ja ... schon wieder eine Prüfung - ist es die zehnte oder schon zwanzigste? Wer zählt das noch ... doch eines ist Fakt: So langsam wird es langweilig mit den Prüfungen. Da wäre wohl alles spannender ... zum Beispiel ... hm ... Kreuzungen.
Kreuzungen, neben internationalen Gewässern wohl der einzige vollkommen rechtsfreie Raum auf der Welt. Der Grund dafür ist einfach, da sich alle Spuren an diesem Punkt kreuzen, hat man auf der Kreuzung folglich die Freiheit in jede nur erdenkliche Richtung zu fahren. Um auf die Kreuzung zu kommen muss man zwar Ampeln überwinden - aber innerhalb der Kreuzung gibt es weder Ampeln noch Forfahrtsschilder, dort ist man vogelfrei. Würde man auf einer Kreuzung einen Mord begehen - niemanden würde es interessieren und das Gesetz könnte einem auch gar nichts anhaben. Ja, Kreuzungen - nur eines der Dinge die erwähnenswerter sind als Toxikologieprüfungen. Denkt mal drüber nach.
Mittwoch, 9. Februar 2011
Gratis Schnaps
Da ich diesen Monat nur wenig Geld zur Verfügung habe, ist mein Budget für Rauschmittel wie Kaffee oder Alkohol recht klein. Natürlich könnte ich auf den Kaffee jederzeit verzichten, aber nicht gerade jetzt in der Prüfungszeit ... und so habe ich das wenige Geld was noch übrig war für einen billigen Koffeenflash verpulvert.
Nur leider wurde ich irgendwann nüchtern und erkannte meinen Fehler. Koffein hatte ich zwar, aber wie sollte ich ohne Geld an Alkohol kommen? Ich überlegte eine Weile und sammelte mental all mein chemisches Wissen zusammen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Die Synthese für Alkohol ist natürlich einfach - aber mir fehlte die technische Ausrüstung ... Aber dann kam mir eine Idee!
Was viele nämlich nicht wissen: Alkohol ist das Gegengift für eine Methanolvergiftung. Alles was ich also tun musste, war in ein Krankenhaus zu gehen und zu behaupten, ich hätte größere Mengen Methanol geschluckt. Und ehe ich mich versah setzen sie mir eine Infusion mit Ethanol. Nachdem ich etwa 1 Promille hatte, gaben sie mir noch ein Rezept für 2 Flaschen Wodka und 12 Bier, bevor sie mich wieder nach Hause schickten. Der Tag war also gerettet ... jedoch würde der Wodka und das Bier nicht lange reichen - vielleicht zwei, drei Tage. Dann würde ich mir etwas neues überlegen müssen um an Stoff zu kommen.
Denkt mal drüber nach.
Denkt mal drüber nach.
Samstag, 5. Februar 2011
Oc-Prüfung
Endlich ist es geschafft. Die Oc-Prüfung ist gehalten, und damit sind meine Energiereserven für diese Woche auch erschöpft. Ich kam schon so manches Mal zum Schlingern, bei seinen Fragen. Ich sollte Cyclohexanol oxidieren ... dann mit Glycerin reagieren lassen und das Ergebnis dann mild oxidieren. Nun war es ein Zucker und ich sollte sagen welcher und Bennennung nach D/L bzw R/S entscheiden.
Schließlich sollte ich die Mannich Reaktion aufschreiben und Keto-Enol-Tautomerie erklären. Dann noch eine Reaktion nach Claison. Dann sollte ich erklären warum die Enolform des Ketoesters das bei der Reaktion entstanden ist stabiler ist als die Keto-Form.
Schlussendlich kamen wir zum Zucker: Betta-D-Glucopyranose aufzeichnen und sagen wie man daraus ein Vollacetal herstellen würde. Und wieso das ausgerechnet am 1-C-Atom geschehen würde.
Klingt natürlich alles leicht - aber vor bzw bei der Prüfung hat man schnell einen leeren Kopf. Dennoch ist Dr. Prof. Vogel sehr freundlich und führt einen auf den richtigen Weg wenn man mal hängen bleibt oder vorschnell ist. Und an sich erwarten sie auch nicht Perfektion, da sie einem den Prüfungsstress zu Gute halten.
Ja, so ist das alles. Denkt mal drüber nach.
Im T-Shirt!
Der Tag der Abrechnung ist gekommen - meine mündliche OC-Prüfung steht unmittelbar bevor. Und dank der Kleiderordnung wird es mir nicht möglich sein, im T-Shirt dort zu erscheinen.
Welch eine Tragödie, jeder weiß doch das nichts einen Mann so gut kleidet wie ein T-Shirt. Es ist kühl, leicht und locker - als wolle es uns dazu verleiten sportlich und frei zu sein. Zugleich taugt es auch im tiefsten Winter, indem man einfach ein zweites T-Shirt über das erste zieht. Das nennt man Zwiebelschalenprinzip, und jeder weiß dass wenige dünne Kleidungsstücke übereinander wärmer sind als ein dickes.
Ja ... T-Shirts, nichts eignet sich mehr um provokante oder philosophische Sprüche darauf abzubilden, um farbenfrohe Bilder drauf zu drucken, die eines jeden Tag erhellen. Enge T-Shirts für Leute die sexy sein wollen - weite T-Shirts für Leute die nicht sexy sind. Für jeden ist das richtige Shirt dabei. Zudem sind T-Shirts preiswert und individuell. Sie schaffen auch viele Arbeitsplätze in der dritten Welt. Die meisten Kinder in den T-Shirt-fabriken haben nicht mal einen Schulabschluss, ohne ihre Arbeit währen sie dem Hungertod hilflos ausgeliefert.
Doch solange Prof. Vogel über die Prüfung bestimmt, zählen all diese Argumente wohl nicht. So werde auch ich, wenn ich nachher zur Prüfung schreite, einen Pull... Pull... Pull-over über meinem T-Shirt tragen. Möge Gott unseren Seelen gnädig sein. Denkt mal drüber nach.
Freitag, 4. Februar 2011
Seelig sind die geistig armen
Wie viele von uns Chemikern habe auch ich den heutigen Tag ausschließlich mit Lernen verbracht. So viel gelernt habe ich lange nicht mehr, es waren gut 8 Stunden wenn man die Pausen abzieht. Der Trick dabei, sich für so lange Zeit zu motivieren, ist es den Spaß am Lernen nicht zu verlieren - deshalb habe ich ein kleines Spiel entwickelt, um mir das Lernen schmackhafter zu machen. Nach jeweils zehn auswendig gelernten Skript-Seiten trinke ich einen Kurzen.
Und spätestens nach der 300sten Seite hat man schlussendlich das Gefühl, alles zu wissen. Die chemische Struktur der DNA - ein Kinderspiel. Wie Lactose oder Saccharose aufgebaut ist - ein Klacks. Wo der Unterschied zwischen Cholin, Chinolin oder Chinol ist, Glas klar. Was Pyridin, Pyrimidin und Pyran gemeinsam haben, die Antwort ist natürlich 6. Wieso Sekundenkleber Cyanid enthält, und wieso daraus Plexiglas wird wenn man es gegen Methyl ersetzt - gibt es was Leichteres? Die Liste ließe sich endlos weiterführen ... und genau das ist das Problem. Wir wissen viel ... zu viel! Wir dürfen Professor Vogel nicht zeigen, wie viel wir in all der Zeit gelernt haben. Wenn er erkennt, dass wir eine Bedrohung sind, könnte er uns alle vernichten. Wir alle Wissen dass er die Mittel dazu hat ... ja genau ... ihr wisst wovon ich spreche: Er hat einen Bootsführerschein, das einzige was uns Chemiker umbringen könnte.
Also wenn ihr euch in Prof. Vogels Prüfung wiederfindet, und auf dutzende lachhaft einfache Fragen stoßt - dann stottert, plappert, und tut so als wüsstet ihr von nichts. Denn unser Leben ist mehr wert, als eine gute Note. Denkt mal drüber nach.
Dienstag, 1. Februar 2011
Anal.-Prüfung
Heute war die Analytikprüfung. Und von den bisherigen 3 Prüfungen war es sicher die schwerste - obwohl auch hier wieder viele Ankreuzaufgaben drin waren. Jedoch gab es viele Antwortmöglichkeiten und oft mehr als eine richtige Lösung. Eine Kostprobe:
Was gehört zur Maßanalyse?:
[ ] Urtiter
[ ] Titrant
[ ] Vollpipette
[ ] Messkolben
[ ] Rundkolben
[ ] Volumenmessung
[ ] Polarimeter
Und volle Punkte nur wenn ihr alle Richtigen angekreuzt - und alle Falschen nicht angekreuzt habt. Wie ihr seht oft ein Fall von Russisch-Roulette. Sicher würde eine Titration auch ohne Vollpipette funktionieren - dennoch muss man nicht selten eine benutzen...
Nun bleibt uns nur noch auf die Ergebnisse zu warten...
Was gehört zur Maßanalyse?:
[ ] Urtiter
[ ] Titrant
[ ] Vollpipette
[ ] Messkolben
[ ] Rundkolben
[ ] Volumenmessung
[ ] Polarimeter
Und volle Punkte nur wenn ihr alle Richtigen angekreuzt - und alle Falschen nicht angekreuzt habt. Wie ihr seht oft ein Fall von Russisch-Roulette. Sicher würde eine Titration auch ohne Vollpipette funktionieren - dennoch muss man nicht selten eine benutzen...
Nun bleibt uns nur noch auf die Ergebnisse zu warten...
Sonntag, 30. Januar 2011
Kleider machen Leute
Wie wir alle in einer der letzten Vorlesung erfahren haben, gibt es für die OC-Prüfung eine strenge Kleiderordnung. Die entsprechende Vorlesungsfolie dazu sah so aus:
Die Erklärung dazu: Wir sollen weder so aussehen wie die Personen rechts oder links, sondern genau so wie der in der Mitte. Wie jedem nach der Geschichte mit Goldlöckchen klar ist, heißt dass, wir sollen genau eine Mischung aus den äußeren beiden sein.
Nun resultieren daraus viele Möglichkeiten sich zu kleiden. Ist einem die Armbanduhr (rechts) wichtig, muss man auch den Zylinder (links) tragen. Wer in weiblicher Begleitung (links) kommen möchte, der muss sich tätowieren lassen (rechts). Wer weder Begleitung noch Tattoos hat, darf den Schal tragen (mitte) - da ein Schal das Zwischending zwischen Frau und Tattoos darzustellen scheint. Wer leicht schwitzt und gerne Kurzärmlig (rechts) kommen möchte, der muss dafür einen Handschuh (links) tragen. Und wer auf den Gürtel (mitte) verzichten möchte, der muss die guten Schuhe anziehen (links) aber dafür keine Socken tragen (rechts) - was unweigerlich zu schwielen and en Füßen führt, weshalb ich empfehlen würde doch den Gürtel zu tragen.
Bis hierhin noch kein Problem. Aber auch die Haar- und Hautfarbe muss stimmen. Das System ist recht einfach, während die Leute rechts und links dunkelhaarig sind, ist der in der Mitte blond. Wollt ihr dennoch dunkelhaarig kommen, müsst ihr die Haare braun-schwarz gestreift tragen. Da dunkel mal dunkel wieder hell ist. Wenn ihr das Glück habt schwarz zu sein, wird euch auffallen dass auf der Folie nur Weiße abgebildet sind - ihr seid also automatisch von der Prüfung ausgeschlossen.
Zu guter Letzt noch was zur Körperhygiene. Wenn ihr den Bart (rechts) behalten wollt, müsst ihr euch auch die Brust epilieren lassen (links). Habt ihr den Bart schon abrasiert (mitte), ist es wichtig dass eure Brust haarig ist, da es sonst nicht mehr das Zwischending wäre sondern der Linke. Ist eure Brust aber auch schon haarfrei (links), habt ihr nur noch die Möglichkeits Aids zu bekommen (rechts). Würdet ihr rasiert und epiliert (links) nur Herpes bekommen (mitte), währt ihr ein Zwischending zwischen Mitte und dem Linken, was euch zu einem unkategorisierbaren Modemutanten machen würde und zu völligem Chaos führt. Also geht sicher dass ihr Aids bekommt.
Habt ihr jedoch erst Aids, braucht ihr auch Schal, Zylinder und Handschuhe, um eure Mitmenschen vor Kontakt mit euch zu schützen. Tragt ihr Zylinder und Handschuhe, müsst ihr auch Armbanduhr und T-Shirt tragen. Wobei der Schal euch verbietet eine weibliche Begleitung oder Tattoos zu haben.
Ich denke das System ist soweit klar. Dann also viel Spaß bei der Kleiderauswahl - denn Kleider machen Leute. Denkt mal drüber nach
Freitag, 28. Januar 2011
1, 2 oder 3
1, 2 oder 3 ... und ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht!
Was will der Autor uns nur damit sagen? Ja ganz genau, neben den erschütternden Themen aus aller Welt, gab es heute auch noch eine Rechtskundeprüfung zu schreiben. Und die Hälfte der Antworten war zum Ankreuzen. Klingt einfach, ist es aber nicht... wer weiß schon, was genau in einer Betriebsanweisung stehen muss, in welchen Abständen eine Sicherheitsbelehrung zu erfolgen hat oder was der genaue Unterschied zwischen Schrauben- und Spiralmakaronie ist.
Ein Glück durften wir das Skript benutzen. Man kommt sich schon etwas dämlich vor, wenn man ein Semester lang eine Vorlesung besucht, dann eine Prüfung schreibt wo man die richtige Antwort nur noch ankreuzen muss, und dann trotzdem noch jede einzelne Lösung aus dem Skript ablesen muss. Aber könnte jeder seine Rechte auswendig, worüber sollte dann der liebe Polizeibeamte uns belehren, wenn sie einen abführen?
Beamter: "Sie haben mit Ihren Sprengsätzen tausende Menschen auf dem Gewissen ... aber das ist ja nicht mal das Schlimmste. Viel schlimmer ist, dass die Bomben falsch etikettiert waren - das Etikett bei einer Bombe dieser Größe muss mindestens 125cm² groß sein und alle H und P Sätze enthalten."
Ich: "Das tut mir wirklich Leid, gelten nicht noch die Übergangsfristen der EWG-Verordnung?"Beamter: "Nein ... tja, Sie hätten sich informieren sollen, jetzt werden Sie wegen Falschetikettieren eine sehr sehr lange Zeit in den Bau wandern."Ich: "Aber ... aber ..."Beamter: "Sie haben das Recht zu schweigen, alles was Sie sagen kann und wird...A [ ]: 'hinter dem Gericht gegen Sie verwendet werden'B [ ]: 'vor dem Gericht gegen Sie verwendet werden'
C [ ]: 'Konsonanten enthalten und lauter als 7 Dezibel sein' "Ich: "Darf ich das Skript mal kurz sehen?"Beamter: "Natürlich."Ich: (Pause und Blätterrascheln) "Ist es A?"Beamter: "Nein, es war Antwort B. Hinter dem Gericht machen wir ganz andere Dinge mit Ihnen."
Ende?
Denkt mal drüber nach.
Donnerstag, 27. Januar 2011
Prüfung ACIII: Die Sith
Die CIA hat am heutigen Morgen folgendes Gespräch zwischen dem dunklen Sith Lord und einem seiner Untergebenen aufgezeichnet:
Lord: "Sind die Chemiker vernichtet, wie ich es dir aufgetragen habe?"
Untergebener: "Ich habe die Heftklammern im Tacker des Professors ausgetauscht, wie Ihr es befohlen habt."
Lord: "Und wie erklärst du dann das?!"
(das Geräusch eines mit Eins bewerteten Stapels AC-Testate, der auf den Boden geworfen wird)
Untergebener: "Aber Lord, ich tat wie Ihr mir aufgetragen."
Lord: "Schweig! ... willst du etwa sagen es war meine Schuld? Mein Plan die Heftklammern mit einer dunklen Aura zu belegen damit alle eine Fünf schreiben und durchfallen war makellos! Makellos!!"
Untergebener: "Gewiss, mein dunkler Lord."
Lord: "Es gibt nur eine Erklärung, wieso mein Plan gescheitert ist..."
Untergebener: "Weil jemand die dunkle Aura der Heftklammern versiegeln konnte?"
Lord: "Wie kannst du es wagen?!"
(Geräusche wie sie entstehen wenn jemand mit der Macht gewürgt wird)
Lord: "Niemand wäre mächtig genug dazu meine dunkle Macht aufzuheben ... die einzigst logische Erklärung ist also, dass du mich verraten hast!"
Untergebener: "Nein, Lor..."
(Blitze und Schmerzensschreie)
Offensichtlich waren es also wieder die Sith, die die AC-Prüfung sabotieren wollten. Sie waren sicher die letzten, die man hinter den Vorfällen vermutet hätte. Vielleicht steckt doch mehr als eine Malonsäureestersynthese hinter der Entschlüsselung der Macht ... unser Studium wird uns der Antwort näher bringen. Denkt mal drüber nach.
Lord: "Sind die Chemiker vernichtet, wie ich es dir aufgetragen habe?"
Untergebener: "Ich habe die Heftklammern im Tacker des Professors ausgetauscht, wie Ihr es befohlen habt."
Lord: "Und wie erklärst du dann das?!"
(das Geräusch eines mit Eins bewerteten Stapels AC-Testate, der auf den Boden geworfen wird)
Untergebener: "Aber Lord, ich tat wie Ihr mir aufgetragen."
Lord: "Schweig! ... willst du etwa sagen es war meine Schuld? Mein Plan die Heftklammern mit einer dunklen Aura zu belegen damit alle eine Fünf schreiben und durchfallen war makellos! Makellos!!"
Untergebener: "Gewiss, mein dunkler Lord."
Lord: "Es gibt nur eine Erklärung, wieso mein Plan gescheitert ist..."
Untergebener: "Weil jemand die dunkle Aura der Heftklammern versiegeln konnte?"
Lord: "Wie kannst du es wagen?!"
(Geräusche wie sie entstehen wenn jemand mit der Macht gewürgt wird)
Lord: "Niemand wäre mächtig genug dazu meine dunkle Macht aufzuheben ... die einzigst logische Erklärung ist also, dass du mich verraten hast!"
Untergebener: "Nein, Lor..."
(Blitze und Schmerzensschreie)
Offensichtlich waren es also wieder die Sith, die die AC-Prüfung sabotieren wollten. Sie waren sicher die letzten, die man hinter den Vorfällen vermutet hätte. Vielleicht steckt doch mehr als eine Malonsäureestersynthese hinter der Entschlüsselung der Macht ... unser Studium wird uns der Antwort näher bringen. Denkt mal drüber nach.
Mittwoch, 26. Januar 2011
Prüfung ACIII: Die Studenten
Es war ein frostiger, verhangener Mittwochnachmittag. Eine dunkle Macht schien über dem Institut zu schweben, als wir uns versammelten um die AC Prüfung zu schreiben. Aber manchmal muss ein Mann tun, was ein Mann eben tun muss - also betraten ich und die anderen den Hörsaal und stellten uns den Klausuraufgaben.
Sechs Blätter, zusammengeheftet mit einer Heftklammer. Strukturtypen, Symmetrieelemente, Streuwinkel ... eine Klausur wie man sie von Prof. Köckerling erwartet hatte. Meine Spinnensinne schlugen jedoch schon bald Alarm. Ich begann mich auf dunkle Auren zu konzentrieren, und stellte schnell fest, dass die Heftklammern durch und durch böse waren. Wie konnte das sein - böse Heftklammern? Sollten diese kleinen metallischen Nadeln nicht wie jeder unbelebte Gegenstand frei von jeder Gesinnung sein? Hatte vielleicht jemand anderes seine dunklen Finger mit im Spiel? Aber wer würde sowas tun ... sicher war es nur ein Zufall. Also sammelte ich meine Energie und begann in einem mehrstündigen Ritual die böse Kraft aus den Heftklammern zu bannen. Es kostete mich viel Zeit, aber schlussendlich war das Böse versiegelt und ich konnte die letzten 5 Minuten der Prüfungszeit nutzen, die Aufgaben zu beantworten.
Dieses mal waren wir einem Unglück entgangen. Doch diese mysteriösen Vorfälle häufen sich in letzter Zeit. Böse Heftklammern sind nur der Anfang - was wird folgen? Vielleicht Böses Toilettenpapier? Es würde reißen und man hätte die ganze Hand voller Scheiße. Eine verstörende Vorstellungen, denken wir lieber nicht weiter drüber nach...
Denkt mal drüber nach.
Dienstag, 25. Januar 2011
Prüfung ACIII: Prof. Köckerling
Der Tag vor der Festkörperchemie Prüfung. Es ist etwas kalt in Professor Köckerlings Büro, aber ein warmer Kaffee schafft da Abhilfe. Entspannt sitzt er in seinem Sessel und betrachtet noch einmal die Klausuraufgaben. Symmetrieelemente, Strukturtypen, Streuwinkel ... ja, so hat eine gute Klausur auszusehen. Ein fabelhaftes Gefühl der Jugend etwas beizubringen und dann zu sehen wie sie das Wissen anwenden, um Problemaufgaben in der Klausur zu lösen. Die letzte Aufgabe wird vielleicht einigen Probleme machen, aber man muss die Studenten ja anspornen.
Jetzt nur noch die Zettel zusammenheften und für den morgigen Tag ist alles bereit. Doch ... wo ist der Tacker? Wieso steht er nicht auf seinem Platz, dort wo er immer steht? Professor Köckerling durchwühlt all seine Schubladen, doch da ist kein Tacker ... seltsam. Er fragt bei Prof. Schulz, aber auch dort gibt es keinen Tacker ... eine Verschwörung? Nein ... wer sollte soetwas absurdes tun. Bestimmt hat er den Tacker nur nicht gesehen. Und tatsächlich, kaum ist er wieder in seinem Büro, strahlt ihm sein Tacker vom Schreibtisch aus entgegen. Manchmal sieht man den Wald halt vor lauter Bäumen nicht - die Prüfung ist gerettet.
Nachdem die Klausuraufgaben getackert sind, lehnt sich Prof. Köckerling zurück. Puh, was für ein aufregender Tag - jetzt erst mal einen Grog um wieder runter zu kommen. Morgen um 14 Uhr im Hörsaal 1 ... er kann es kaum noch erwarten.
Sonntag, 23. Januar 2011
Feste Körper
Es mag den aufmerksamen Blogleser langweilen, aber auch diesen Sonntag habe ich meine Zeit wieder einem Prüfungsfach gewidmet. Heute stand alles im Zeichen der Festkörperchemie.
Wir alle stehen sicher auf knackige, feste Körper, aber nur die wenigsten müssen darüber eine Prüfung schreiben... Wozu auch etwas über Verneuil-Prozesse, Epitaxy, Braggsche Gleichungen, Perowskit-Strukturtypen, Schottky-Defekte oder Hydrothermalmethoden lernen - nimmt das den festen Körpern nicht nur ihren Zauber? Wer möchte beim Anblick eines heißen, festen Körpers schon darüber nachdenken, ob er nicht vllt einen Frenkel-Defekt hat. Sicher wollen wir die Gleitebenen so mancher Körper benutzen, aber wollen wir auch ihren Abstand berechnen? Wenn man mit einem anderen Körper verschmilzt, ist es einem dann nicht egal ob das in einer hexagonal oder kubisch dichtesten Packung geschieht?
Fragen über Fragen. Aber so ist es bei uns Wissenschaftlern, vieles verliert seinen Zauber, wenn man es durch aufgeklärte Augen sieht. Denkt mal darüber nach.
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