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Dienstag, 4. März 2025

Car-neval, die fünfte Jahreszeit

Jedes Jahr von Februar bis März feiern wir in Deutschland die fünfte Jahreszeit und die Menschen kommen zusammen um gemeinsam unvergessliche Erlebnisse zu sammeln. Ein Fest, fast so groß und unvergesslich wie Weihnachten. Wer hat nicht noch die wundervollen Bilder vor Augen von Menschen, die sich auf den Weihnachtsmärkten tummeln und fröhlich über die Straßen ihrer Stadt verteilen. 

Doch dieses Jahr ist es anders. Während sich die Menschen normalerweise nur halbtot saufen, sterben sie dieses Jahr immer wieder komplett. Der Grund: extremistische Gewalt. Mit einem Auto in Menschenmengen zu rasen scheint inzwischen zu einem Volkssport geworden zu sein. So gab es in den letzen Monaten nicht nur einen Anschlag, sondern gleich drei! Jeweils mit mehreren Toten. Das einzige erkennbare Muster sind die Orte, sie alle beginnen mit "M", ein Zufall?
Wohl kaum, wir können uns also in Städten deren Namen nicht mit einem "M" beginnen aktuell komplett sicher fühlen. Das versichere ich gerne bei meinem guten Namen.

Datum Opfer Ort Beschreibung
20. Dezember 2024 6 Tote, 299 Verletzte (davon 41 schwer) Magdeburg Ein 50-jähriger Mann fuhr mit einem BMW X3 auf den Weihnachtsmarkt und verletzte zahlreiche Personen.
13. Februar 2025 2 Tote, 39 Verletzte (davon 18 schwer) München Ein 24-jähriger Mann fuhr mit einem Mini Cooper in eine Demonstration der Gewerkschaft ver.di und verletzte zahlreiche Personen.
3. März 2025 2 Tote, 11 Verletzte (davon 5 schwer) Mannheim Ein 40-jähriger Mann steuerte einen Ford Fiesta in eine Karnevalsmenge und verursachte mehrere Verletzungen und Todesfälle.

Als Motiv scheinen hier oft persönliche Lebenskrisen der Täter der Auslöser gewesen zu sein. Eine Zugehörigkeit zu islamistischen Terrorgruppen besteht nicht. Die Menschen scheinen einfach nur extrem angefressen zu sein und schließlich den Wunsch zu verspüren sich gegenseitig zu töten.

Keine neue Entwicklung, schon immer hatten wir Deutschen einen Hang dazu uns gegenseitig zu schaden. So haben wir uns als Hexen bezeichnet und verbrannt. Wir haben in heiligen Kriegen anders denkende abgeschlachtet oder später die Juden vergast, einfach nur weil es noch kein Fernsehen gab und uns langweilig war. Wir haben uns auch als informelle Mitarbeiter bespitzelt oder unsere Kinder und Frauen nach herzenslust verprügelt.

Doch all dies ist heute nicht mehr möglich und politisch verpöhnt. Was bleibt uns also anderes übrig als mit dem guten alten Automobil in eine lachende, glückliche Menschenmenge zu brettern. Hauptsache Tot und Zerstörung, nur das kann unserem deutschen Verstand Linderung verschaffen.

Die gigantische Schuld, die ältere Generationen auf unsere Schultern geladen haben, lässt sich erst dann ertragen, wenn wir sie durch etwas noch viel Schrecklicheres überdecken. Alkohol schmeckt ja auch viel süßer, wenn wir ihn mit Zucker mischen. Beides nicht gesund, aber zusammen ist es erträglicher als einzeln.
Also rasen wir mit Autos in Menschenmengen. Für viele wäre das verrückt, doch wer nicht davon träumt mit Autos in Menschen zu fahren, hat wohl nie wirklich verstanden, was es heißt, ein Deutscher zu sein.

Denkt mal darüber nach.

Samstag, 26. Dezember 2015

Weihnachten 2015

Wieder nährt sich ein Weihnachtsfest dem Ende. Nicht wenige sind an den Folgen gestorben; an der Kälte, der Dunkelheit und den vielen vielen Menschen auf viel zu engem Raum. Ich möchte die Feiertage noch einmal Revue passieren lassen.

Alles begann im Oktober: die Sonne schien und niemand ahnte etwas böses. Doch schon Monate vor dem eigentliche Fest warf das Unheil seine Schatten voraus. Denn unsere Supermärkte, die Orte an denen wir Nahrung und Kleidung finden, begannen sich zu verändern! Dort wo einst Brot und Obst zu finden waren, gab es nun massenhaft ungenießbare Schokoladenhohlkörper in Form von Weihnachtsmännern oder Schneemännern. Dort wo einst Pullover oder Mäntel waren, gab es nun nur noch riesige Weihnachtsmann-Pappaufsteller oder Nadelbäume. Doch wir Menschen haben ja die Fähigkeit uns anzupassen ... und schon nach wenigen Wochen nahm man die unheilvollen Veränderungen gar nicht mehr wahr.

Mitte November gab es dann den nächsten Schlag ins Gesicht. Überall im Fernsehen waren die Wiederholungen von Weihnachts-Episoden oder Weihnachtsfilmen zu sehen. Zudem begannen die Menschen sich gegenseitig Weihnachtskallender zu schenken. Wie ein Dorn im Fleisch, prangerten die Kallender von diesem Tag an in unseren Wohnungen. Ständig erinnerten diese klobigen, undekorativen Weihnachtsausgeburten uns an das kommende Grauen. Jedoch ... gewöhnten wir Menschen uns auch daran.
Ende November kamen dann noch Adventskränze hinzu. Und überall fanden sich auf mysteriöse Weise Tannenzweige, die begannen ihre Nadeln auf unseren einst sauberen Teppichen zu verteilen. Die Weihnacht begann uns mehr und mehr mit ihrem Schnickschnack zu erdrücken - es wurde unmöglich den Schrecken noch länger zu verleugnen. So viele Menschen starben bei den durch Kerzen ausgelösten Bränden.

Schließlich wurde es Dezember. und der Weihnachtsmarkt begann von unseren Städten Besitz zu ergreifen. Und wie bei einem Unfall, konnten die Menschen auch ihn nicht einfach ignorieren. Sie begannen sich wie Tiere dicht an dicht zu drängen und an den Ständen viel zu teuren Plunder zu kaufen oder mäßig leckere Weihnachts-Nahrungsmittel zu kaufen. Die meisten starben in den ersten Dezembertagen. Sie fuhren so lange in den Fahrgeschäften, bis sie finanziell und geistig völlig ausgebrannt waren. Ihnen blieb dann nur noch Selbstmord ... ihre toten Körper wurden zu Mutzen verarbeitet und an den Ständen des Weihnachtsmarktes für teures Geld verkauft. Die glücklichen.
Wer überlebte musste sich dem Nikolaus stellen. Unsere Schuhe wurden mit Obst und Nüssen gefüllt ... das Letzte was ich in meinen Schuhen finden möchte sind die Nüsse vom Nikolaus. Aber na ja, ich habe mir dann neue Schuhe gekauft.

Die Zeit schritt voran, die Tage wurden kürzer und kälter. Schon um 15:00 Uhr begann es zu dämmern. Es ist nicht leicht bis 20:00 Uhr zu arbeiten, wenn die Sonne schon 5 Stunden untergegangen ist. Und die wenigen hellen Stunden die uns blieben mussten wir damit verbringen Weihnachtsgeschenke zu kaufen und einzupacken. Weihnachtskarten zu schreiben und abzuschicken. Dem Arzt aufzutischen man hätte Potenzprobleme, nur um an ein Rezept für Viagra zu kommen.

Als es dann endlich Weihnachten wurde, war der Schrecken mit einem Mal vorbei. Kein Weihnachtsmarkt mehr, keine Einkäufe mehr, keine Arbeit. Der Weihnachtsmarkt abgebaut, die Geschäfte geschlossen, die Adventskallender im Müll. Man stellte Santa Claus eine Hand voll Viagra und einige Megabyte Kinderpornographie auf den Kaminsims und wartete die klebrige Bescherung ab. Einige freie Tagen lagen vor uns, die wir zusammen mit der Familie verbringen konnten. Es gab gutes Essen und man konnte zufrieden dabei zuschauen, wie die vom Weihnachtsmann vergewaltigten Kinder sich ängstlich an ihre Eltern klammerten. Die psychischen Schäden würden sie für ihr Leben zeichen - aber genau deshalb feierten wir ja dieses Fest.

Denn ist das nicht der wahre Geist von Weihnachten? Die geistig schwachen Kinder werden vom Weihnachtsmann in den Selbstmord getrieben. Die Obdachlosen und Alten erfrieren in der Kälte oder ersticken an viel zu trockenen Weihnachtsplätzchen. Nur die starken überleben und werden mit jedem Fest stärker und stärker.
Schließlich beginnt bald ein neues Jahr. Ein Jahr, das wir nutzen müssen! Wir müssen unseren Besitz mehren, uns weiterbilden und auch Geld verdienen. All das nur, um für das kommende Fest gerüstet zu sein. Denkt mal darüber nach.



Donnerstag, 24. Dezember 2015

Mein zweiter Schultag

Hallo lieber Leser,
erinnert ihr euch noch an die Geschichte von meinem ersten Schultag? Ja, es war eine spannende und auch traurige Geschichte über Verlust, Verrat und Zeitreisen. Und bevor die schleichende Demenz all meine Erinnerung vertilgt, möchte ich euch heute auch von meinem zweiten Schultag berichten.

Es war ein friedlicher Sommerabend im Dezember. Man lebte damals noch ein ruhiges, bescheidenes Leben ohne Handys, Globalisierung oder Internet. Doch dem kleinen Silvio war klar, dass es an der Zeit für eine Veränderung war. Mit dem ersten funktionierenden Prototyps eines Smartphones war ich auf dem Weg zum Patentamt, als die Geschehnisse eine unerwartete Wendung nahmen ... 
Denn ich wurde aufgehalten von etwas, das ich nie zuvor gekannt hatte: Liebe! An der Straßenecke vor dem Patentamt stand nämlich eine wunderhübsche, junge Frau. Sie hatte langes, schwarzes Haar, helle, makellose Haut und ein umwerfendes Lächeln. Zudem ließ ihre freizügige Kleidung einiges erahnen ... ich konnte nicht anders, als zu ihr zu gehen.
"Hallo", murmelt ich.
"Hey kleiner, 10 für nen Blowy und 50 für nen Quicky."
Ihre zarte Stimme verzauberte mich sofort. Ich war zwar erst 12 und verstand auch noch kein Englisch, aber wenn sie dringend Geld brauchte half ich ihr gerne aus. Wir gingen gemeinsam zu ihrer Wohnung und zwanzig Minuten später war ich zu einem Mann geworden. Mir war klar, dass ich diese Frau eines Tages heiraten würde ... soweit kam es jedoch nie. Eine Explosion sprengte die Wand und große Teile der Wohnung in die Luft. Ich blieb zum Glück unverletzt, doch die Körperteile meiner zukünftigen Ehefrau lagen in der gesamten Wohnung verstreut. Eine zweite wunderschöne, schlanke, junge blonde Frau stieg durch das Loch in der Wand.
"Seid Ihr unverletzt Dr. Silvio?"
"Ja ich ... woher kennst du meinen Namen?"
"Ich bin Stella, ich bin Eure Leibwache aus der Zukunft, Ihr habt mich zurückgeschickt um Euer Leben zu retten!"
Ich war verwundert: "Retten, wo vor?"
"Diese Frau war eine feindliche Agentin und wollte Euch mit Aids infizieren ... sagte bitte Ihr habt noch nicht mit ihr geschlafen."
"Ähm ... nein ... beim ersten Date, das würde ich nie tun!"
"Das ist gut ..." Stella atmete erleichtert aus. "Ich meine ... ich bin doch die einzige Frau für Euch."
Zwanzig Minuten später lag Stella nackt und völlig außer Atem zwischen den Trümmern. Wahrscheinlich kannte nun jeder in diesem Häuserblock meinem Namen ... jedoch war keine Zeit mich selbst zu loben, ich musste zum Patentamt.

Dort wo einst das Patentamt war, gab es nun allerdings nur noch einen riesigen Krater. Ich hatte mich ohnehin schon gefragt, was das für ein seltsames gigantisches Raumschiff war, das seit zwei Wochen über der Stadt schwebte. Es waren Außerirdische! Und sie wollten diesen Planeten unterwerfen um unser kostbares Unobtanium zu plündern.
"Das Patentamt ... ihr Monster!!", schrie ich. Diese Wesen hatten sich mit dem Falschen angelegt. Denn wie bei allen Männern meiner Familie erwachten auch bei mir mit dem ersten Sex meine mächtigen Feuerbändiger-Fähigkeiten. Mit einigen ausladenden Handbewegungen beschwor ich also drei riesige Feuerbälle, die ich dem Raumschiff entgegen schleuderte. Die Welt war gerettet ... schon wieder. Bei dem ganzen Durcheinander hatte ich jedoch mein Smartphone verloren. Als ich einige Tage später mit einem neuen Prototypen zum Patentamt in die Nachbarstadt fuhr, erlebte ich dann eine böse Überraschung: Ein Typ namens Steve Jobs hatte bereits ein ähnliches Patent eingereicht.
Na ja, auf dem Gebiet der Informatik gab es wohl ohnehin kaum noch Forschungsbedarf. Ich würde mich also in Zukunft lieber mit Biologie und Genetik beschäftigen. Tatsächlich entwickelte ich nach nur wenigen Jahren Forschung einen Wirkstoff, mit dem ich hoffte Aids heilen zu können. Ich nannte ihn "Krebs", da er die Aids-Viren wie die mächtigen Scheren eines Krebs' zermalmen sollte. Ich testete den Wirkstoff glücklicher Weise zuerst an meiner Leibwache Stella ... wie sich herausstellte heilte es das Aids nicht, sondern tötete einen stattdessen.
Wieso musste Gott nur alle Frauen, die ich liebte, von mir nehmen?
Ich war sehr betrübt. Kein Smartphone, kein Heilmittel, keine Stella ... mir blieb nur ein Ausweg: Verantwortung für meine Taten übernehmen. Denn noch viel mehr als ich, leidete Stellas Familie. Ich ging also zu ihren Eltern und erlöste sie von ihrem Leid. Was ich nicht bedachte war, dass Stella aus der Zukunft gekommen war, was bedeutet die Stella aus dieser Zeitlinie war noch am Leben. Diese Stella war gerade 16 geworden ... genau wie ich. Ich freundete mich mit ihr an und spendete ihr Trost, nachdem ihre Eltern brutal von einem unbekannten ermordet worden waren. Schon bald verliebten wir uns ineinander und Stella schwor mir mich für den Rest ihres Lebens zu lieben und zu beschützen. Und ich schwor ihr im Gegenzug den Mörder ihrer Eltern zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen!

Euch Blogleser mag das seltsam vorkommen, wo ich selbst doch ihre Eltern umgebracht habe. Aber ich war damals süchtig nach Coffein und außerdem war ich in meinem ganzen Leben nur einen Tag zur Schule gegangen. Dass ich zudem Aids hatte und mit den Jahren die perversesten Sexphantasien entwickelt hatte half mir auch nicht gerade dabei, einen klaren Geist zu behalten. Wie oft habe ich Stella völlig high von den Aids-Medikamenten ausgepeitscht, währen ich Frauenkleider getragen habe und sie von drei schwarzen Latinos gefistet wurde ...
... was ich sagen will ist, dass ich geistig nicht ganz da war. So ist es nicht verwunderlich, dass ich eines Tages einen schwarzhaarigen Sexroboter baute und mit dem Auftrag Dr. Silvio zu töten in die Vergangenheit schickte.
Erst zehn Jahre später im buddhistischen Kloster wurde mein Geist wieder klarer. Das Leben in Enthaltsamkeit tat mir gut und heilte mein Aids sowie meine Verwirrtheit. Als mir klar wurde, was ich getan habe schickte ich Stella ebenfalls in die Vergangenheit um mein Leben zu retten. Anschließend besuchte ich als Mönch eine Schulklasse um von meinem Leben im Kloster zu erzählen. Und das war die Geschichte von meinem zweiten Schultag. Denk mal darüber nach.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Santa Claus "kommt" zu dir?

Kennt ihr das?
Ihr zieht euch einen dicken rot-weißen Mantel an, macht euer Gesicht mit einem langen, falschen Bart unkenntlich und dann vergewaltigt ihr kleine Jungs? Und falls euch ein Polizist erwischt, behauptet ihr einfach das wäre eine absolut volljährige, magische Weihnachtselfe?
Tja, ich kenne das auch nicht. Aber einer der kennt es ganz bestimmt: Der Weihnachtsmann. Jedes Jahr wieder erscheint er uns im Dezember. Völlig betrunken und zugekokst zieht er dann von Haus zu Haus und versucht vergeblich die Türen zu finden, bis er schlussendlich durch den Kamin hereinkommt. Wahrscheinlich würde er unsere Häuser erst gar nicht finden, würden wir sie nicht mit bunten, leuchtenden Signallichtern schmücken.

Doch wieso tun die Menschen so etwas? Was ist so faszinierend daran, Geschenke von einem zugedröhnten, fetten Kinderschänder zu bekommen? Ist es vielleicht der Nervenkitzel? Oder ist es der heimliche Masochist, der in den Menschen schlummert und nach Selbstbestrafung verlangt? Oder wurden diese Leute in ihrer Kindheit zu oft mit Fichtenzweigen verprügelt, dass sie jetzt das unstillbare Verlangen haben dieses Gefühl Jahr um Jahr wieder zu erleben?

Nein, da steckt noch mehr dahinter. Ein weiser Mann sagte einmal: Die einfachste Erklärung ist auch oft die richtige. Und hier ist die offensichtlichste Erklärung, dass die Leute Kinder hassen und es toll finden, wenn jemand sie vergewaltigt. Doch Kinder zu schänden ist harte Arbeit! Man muss ihr Vertrauen erschleichen, ständig Süßigkeiten kaufen, man muss endlose Fortbildungen besuchen, um mit der neuen Technik und den Medien zurecht zu kommen. Und was bekommt man dafür ... ein paar Minuten Spaß.
Wobei. Der Weihnachtsmann schändet nun schon seit vielen hundert Jahren Kinder. Ich denke nicht, dass er immer noch Spaß an der Sache hat. Ich denke er ist einfach nur süchtig. Süchtig danach Kinder zu vergewaltigen. Es bereitet ihm kein Vergnügen mehr, er braucht es einfach nur noch, um sein verkorkstes Leben zu ertragen. Ich meine er lebt auf dem Nordpol ... ganz allein ... wer würde da nicht depressiv werden und nach irgendeiner Ablenkung suchen?
Tja, das ergibt Sinn. Und die Leute haben natürlich Mitleid mit dem armen Weihnachtsmann, schließlich erledigt er die Drecksarbeit und erträgt das gesamte Leid ganz allein. Er ist wie Christus ... und das erklärt auch endlich, was Weihnachten eigentlich mit der Bibel zu tun hat. Der Weihnachtsmann ist so eine Art Metapher für Christus, der sich für uns Menschen aufgeopfert hat.

Jetzt sehe ich Weihnachten mit ganz anderen Augen.
Vielleicht ist es gar nicht das schreckliche, langweilige Fest, für das ich es all die Jahre gehalten habe. Denkt mal darüber nach.


Mittwoch, 24. Dezember 2014

Christmas is there!

So geschah es, dass es Weihnacht wurde ...

... doch der Klon, den ich losgeschickt hatte, um die Strapse für meine Freundin zu kaufen, war nicht wieder nach Hause zurückgekehrt. Und sowas selbst zu kaufen war mir natürlich viel zu peinlich. Aber ich hatte eine geniale Idee: Ich würde ihr einfach eine leere Tüte schenken und dann behaupten, da wären Strapse drin. Wenn sie dann fragt, warum sie keine Strapse sehen kann sage ich einfach, die wären aus einem besonders teurem und elden Material, das nur besonders gebildete Menschen sehen können. Dann würde sie natürlich behaupten sie könnte die Strapse sehen ... und da außer ihr und mir sowieso niemand jemals diese Strapse sehen würde, wäre das die perfekte Lösung.

Zufrieden schaute ich auf meine Geschenkliste:
  1. Robben-Porno für Jauch
  2. Johnny möchte Taxifahrer werden
  3. Superkräfte für Klara
  4. 50 Euro für Jens
  5. Strapse für Jenny
Alles war besorgt, jetzt konnte Weihnachten kommen! Der Baum war geschmückt, Weihnachtsplätzchen gebacken, der Garten und die Fenster erleuchtet ... doch ich blieb allein. Ich wartete und wartete, die Stunden vergingen. Als der Weihnachtstag schon fast zu Ende war, fiel es mir dann wieder ein:
  1. Günther Jauch war mein Erzfeind und war seit Monaten untergetaucht.
  2. Nachdem Johnny seinen Job als Taxifahrer verloren hatte verlor er auch seine Krankenversicherung. Dann hatte er Schnupfen bekommen und ist aufgrund mangelnder Behandlung daran gestorben.
  3. Klara hatte mich nach ihrer Geburtstagsfeier wegen sexueller Belästigung angezeigt und eine einstweilige Verfügung gegen mich erzwungen.
  4. Jens war von der russischen Wettmafia ermordet worden, nachdem er seine 50 Euro Wettschulden nicht zurückzahlen konnte.
  5. Und Jenny war meine unsichtbare Freundin, die ich erst sehen konnte nachdem ich einen haufen LSD gemischt mit Wodka zu mir nahm.
Und die Moral von der Geschichte: Wenn ihr dutzende Leute ermordet um an Weihnachtsgeschenke zu kommen, dann seid ihr höchstwahrscheinlich geisteskrank und eure Freunde sind gar nicht real. Denkt mal darüber nach.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Ein Weihnachtsgedicht

Graue Wolken, Dunkelheit,
man merkt sie ist da: die Weihnachtszeit.
Eine leidige Zeit, in der niemand lacht,
lasst mich erzählen: von der düsteren Weihnacht.

Er reinigt die Fenster, dann sieht er sie,
hinter der Scheibe, sie ist schön wie nie.
Blondes Haar und eine Haut ohne Mängel,
zart und sanft, sein Rauschgoldengel.

"Sie wird mein Geschenk sein", denkt er sich.
"Denn das Putzen der Fenster befriedigt mich nicht!"
"Den Sex mit den Nutten bin ich lange schon leid,"
"ich werd' mir was gönnen, zur Weihnachtszeit."

So folgt er ihr, dieser niedere Wurm,
durch die eiskalte Nacht, den Gewittersturm.
Ein Fensterputzer hat nichts zu verlieren,
wie soll eine Frau so ein Monster parieren?

In der einsamsten Ecke der ganze Stadt,
wo eine Frau wie sie nichts verloren hat,
fällt er sie an wie ein reudiges Tier,
er bringt sie zum Schweigen und er stillt seine Gier.

Ihr perfekter Körper von Kleidung befreit,
beschert seinem Hirn süße Heiterkeit,
animalisch rammelnd erklimmt er den Berg,
und entlädt seine Lust wie ein Tischfeuerwerk.

"Es macht viel mehr Spaß, mit einer richtigen Frau."
"Doch sie wird langsam kalt, ihr Haut ist schon blau."
"Ihr Haargummi nehme ich als Souvenir,"
"und den blutigen Körper, den lasse ich hier."

Ein niederer Wurm und eine düstere Nacht,
das ist es, was Weihnacht zu Weihnachten macht.
Eine graue Geschichte in einer grausamen Zeit,
Christmas is coming, seid lieber bereit.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift V

Das dumpfe Dröhnen von Schnellfeuerwaffen erfüllte die Nacht. Suchscheinwerfer zogen ihren Weg über das Gelände des geschlossenen Supermarktes, während ich mich hinter einem Ford Focus verschanzt hatte. Pjew, Pjew, Pjew ... wieder eine Salve die gegen das alte Metall prasselte - sie hatten mich eingekreist. Dabei war ich so weit gekommen ... das konnte einfach nicht das Ende sein. Ich würde das fünfte Geschenk bekommen - und wenn es das letzte war, was ich tat. Dieses Jahr würde die Weihnacht nicht gewinnen ... dieses Jahr nicht!

"Der Platz ist umstellt, geben Sie auf!", dröhnte die Stimme des Polizeihauptmanns über den Parkplatz. Als Antwort warf ich ihm eine Splittergranate entgegen. Ein Gegner weniger, aber da waren noch drei dutzend mehr. Zum Glück hatte ich mich vorbereitet - mit einer Eingabe auf meinem Mobiltelefon explodierten die Rohrbomben und tauchten den Parkplatz in das sanfte Rot brennenden Napalms. Meine Chance - während die Polizisten vergeblich versuchten ihre brennenden Kollegen zu löschen, bewegte ich mich geschmeidig wie ein Ninja in Richtung Supermarkt.
Als ich die Eingangstür schon fast erreicht hatte traf mich jedoch der Scheinwerfer des Helikopters. Das war gar nicht gut ... für Verhandlungen war es wohl zu spät, ohne zu zögern eröffnete der Helikopter das Feuer auf mich. Eine Kugel durchbohrte meine Schulter, zwei weitere mein linkes Bein. Dann endlich erreichte ich die Betonsäulen des Eingangsbereichs wo ich Deckung fand. Maschienenfeuer prasselte eine Weile gegen die Säulen, bis sie merkten dass es so keinen Sinn hatte. Ich nutze die Zeit um den Plastiksprengstoff an der Außenfassade des Marktes zu befestigen. Ein Druck auf den Auslöser und die Explosion eröffnete mir einen Weg in das Gebäude.

Die Polizisten würden es nicht wagen, mir zu folgen. Doch der Supermarkt hatte seine ganz eigenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen: Selbstschussanlagen! Ich hörte nur ein kurzes Piepen - dann begannen die automatischen Miniguns zu schießen. Eine Salve traf meine Brust und schleuderte mich mehrere Meter durch die Eingangshalle des Marktes. Ein Glück fing meine Weste die Kugeln auf und ebenso glücklich landete ich hinter ein paar Zierpflanzen, wo die Selbstschussanlagen mich scheinbar nicht anvisieren konnten. Wenn ich den Rest des Weges in Zeitlupe laufen würde, sollte ich die Bewegungssensoren der Selbstschussanlage überlisten können.

Zuvor musste ich mich aber um die Blutung in meinem linken Bein kümmern, die mir allmählich zu schaffen machte. Da erinnerte ich mich daran, dass man einen Waldbrand mit einem Gegenbrand stoppen kann. Das bedeutet logischer Weise, man keine eine Schusswunde durch einen Gegenschusswunde stoppen! Ich nahm also meine Pistole und schoss mir zwei weitere Kugeln in den linken Oberschenkel. Dann schoss ich mir noch einmal in die Schulter. Wieder hatte der Wissenschaftskanal mein Leben gerettet.

In Zeitlupe überwand ich den restlichen Weg durch die Eingangshalle und überquerte die Treppe bis ins Obergeschoss. Das dauerte etwa dreißig Minuten - und obwohl ich meine Schusswunden fachgerecht versorgt hatte, wurde mir mehr und mehr schwarz vor Augen. Es war also wieder so weit ... ich würde wieder die Macht des Coffein brauchen, um die Weihnacht zu überstehen. Dabei hatten die Ärzte gesagt ich würde sterben, wenn ich noch eine weitere Tasse Kaffee konsumieren würde. Verdammt. Manchmal muss ein Mann einfach tun, was ein Mann tun muss! Ich zog in Zeitlupe den Flachmann aus meinem Unterschenkel-Holster und schraubte ihn in Zeitlupe auf. Mit letzter Kraft begann ich die aromatische, braune Araba-Mischung zu trinken, Schluck für Schluck - in Zeitlupe.

Dann wartete ich ... und wartete. Doch nichts passierte. Was ich damals nicht wusste war, dass ich am Vortag aus Versehen coffeinfreien Kaffee gekauft hatte. Nun wurde die Blutlache unter mir größer und größer, während ich vergeblich auf den rettenden Coffeinschub wartete. Die Strapse, die sich meine Freundin zu Weihnachten gewünscht hatte, waren so nahe, doch mir fehlte die Kraft sie noch zu erreichen. Ich ließ mich zu Boden fallen und schloss die Augen. Diese Runde ging an dich, Weihnachten.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift IV

Kalte Nacht, Regen, grauen Wolken ... wozu die lange Einleitung - ihr wisst doch alle, worauf das hinausläuft: Ein weiteres Geschenk. Eine anstrengende Woche lag hinter mir, daher entschloss ich mich heute dazu ein leichtes Geschenk zu besorgen.

Jens hatte sich 50 Euro zu Weihnachten gewünscht. Verdammt - für 50 Euro muss man schon eine Menge Schwänze lutschen ... aber glücklicher Weise hatte ich ja seit kurzem einen Job und war deshalb reich. Um an das Geld zu kommen, musste ich also lediglich zur Bank gehen. In der Bank angekommen wartete ich geduldig an einem der schalter ... als ich endlich an der Reihe war erwartete mich jedoch eine unschöne Überaschung!
"Entschuldigen Sie, aber wir sind die Commerzbank - ihre Kundenkarte gehört zur Sparkasse. Wir können nur an unsere Kunden Geld auszahlen."
Das war übel. Die Sparkasse war mindestens ein paar hundert Meter entfernt ... das würde mich mehrere Minuten kosten. Woher sollte ich die Kraft nehmen diesen weiten Weg in der Kälte und Düsternis zurück zu legen? Zu meinem Glück hatten neueste brandheiße Forschungen ergeben, dass man die Kraft des Kaffees extrahieren und zu weißen Tabletten zusammenpressen kann. Wenn man eine dieser sogenannten Koffeeintabletten konsumiert, erhält man sofort die Kraft von 5 Tassen Kaffe. Eine schier grenzenlose Energie die ich mir nun zu eigen machen würde!
Ich schluckte zwei der Muntermacher und kaum erreichten sie meinen Magen spürte ich heißes Wohlbefinden durch meinen Körper strömen. Das Gefühl war noch viel intensiver als in meinen kühnsten Träumen. Das war wie damals, als ich mir den Melitta direkt in die Aterie injiziert hatte ... nur noch viel viel besser. Das Gefühl überweltigte mich - kichernd und lachend sank ich zu Boden. Die Commerzbank-Mitarbeiter sahen mich verwundert und besorgt an - doch ich nahm sie gar nicht mehr wahr. Die Welt wurde zu einem Wirbel bunter, samtiger Farben. Ich spürte wie Urin meine Hose benetzte und wie mein Blut aus meinen Adern floss, nachdem ich besinnungslos zu Boden gefallen war. Doch da war kein Schmerz, da war nur das schnelle Schlagen meines Herzens. Ba-dam. Ba-dam. Ba-dam. Ba-. Ba-.

Jedes Geschenk fordert sein Opfer - doch sollte ich dieses Mal derjenige sein, den sich die widerliche Weihnacht holte? Nein - so konnte es nicht enden! Ich konzentrierte mich und focusierte meinen Geist darauf wieder zu Verstand zu kommen. Und tatsächlich, allmählich schwanden die Farben und das Gefühl für meinen Körper kehrte zurück. Mein Herzschlag normalisierte sich. Ich hatte es geschafft - ich hatte den Kampf gegen das Koffein gewonnen und konnte dessen Macht nun vollständig nutzen. Schnell und gezielt eilte ich zur richtigen Bank und besorgte die 50 Euro. 

Und so besorgte ich das vorletzte Geschenk. Eine wundersame Nacht ... Christmas was coming und niemand war gestorben. Seltsam ... sehr seltsam. Hatte ich vielleicht etwas übersehen? Oder war das die Ruhe vor dem Sturm? Würde mit meinen neu gewonnenen Koffein-Superkräften nun alles leichter werden? Wir werden es erleben - denkt mal darüber nach.

Montag, 15. Dezember 2014

Von Weihnachten und Selbstmorden

"Das macht so alles keinen Sinn.
Frau weg, Kinder weg, schäbige Couch ...
Und dann noch dieses elende Weihnachten.
Ich mache Schluss - das ist mein Abschiedsbrief." 

Wie man immer wieder hört steigt die Anzahl der Selbstmorde zur Weihnachtszeit. Der Grund dafür sind so Leute wie ich, die Weihnachten nicht mögen und absolut keine Freude an dieser nervigen Zeit haben. Und um dem perfiden Fest zu entgehen tun wir, was jeder gute Christ tun würde: wir treiben andere Menschen in den Selbstmord ... gerade erst gestern hatte ich wieder absolut nichts zu tun. Und dann im Fernsehen dieser ganze Weihnachtsdreck - es war schnell klar, jemand müsste sterben in dieser Nacht.

Ich ging also zur Eheberatungsstelle und wartete, bis ein einzelner Mann das Gebäude verließ. Anschließend befestigte ich einen GPS-Sender an seinem Auto und folgte ihm so mühelos zu seiner Wohnung. Soweit der einfache Teil, jetzt war es Zeit sein Vertrauen zu gewinnen um ihn anschließend in den Selbstmord zu treiben. Das erfordert meist ein kleines bisschen Fingerspitzengefühl - schließlich gibt es nur drei Wege einen Menschen in den Selbstmord zu treiben: Super-Aids, Blaubeeren und Liebe. Da ich weder Super-Aids noch Blaubeeren besitze, habe ich mich darauf spezialisiert die Leute mit Liebe zu ködern, um sie so in den Selbstmord zu treiben. Um das Verlieben zu erleichtern, hatte ich mir eine Schulmädchen-Kostüm besorgt. In diesem Kostüm konnte mir kein Mann widerstehen!

Verkleidet als sexy Schulmädchen klingelte ich bei meinem Auserwählten. Nach einem Moment öffnete er die Tür und die Show konnte beginnen.
"Hallo, ich bin das Schulmädchen Sandy. Ich bin 12 und habe mich verlaufen."
Der Köder war ausgelegt.
"Du siehst nicht aus wie 12 ..."
Verdammt, hatte er mein perfektes Kostüm durchschaut?!
"Ich werde nächste Woche schon 13.", rettete ich die Situation.
"Ach so - na dann bist du doch schon ein großes Mädchen. Komm doch rein, dann finden wir bestimmt raus wo deine Eltern sind."
Jackpot! Er ließ mich hinein und in seinem Wohnzimmer setzten wir uns auf die alte, abgewetzte Couch. Seine gierigen Augen wanderten über mein kurzes Oberteil hin zu dem noch viel kürztern Minirock. Ich sollte dafür sorgen, dass er Selbstmord begeht bevor er mich vergewaltigt. Beim letzten Mal hatte ich den richtigen Moment verpasst und konnte anschließend tagelang nicht auf harten Oberflächen sitzen.
"Könnte ich ein Glas Wasser bekommen?", fragte ich.
"Na klar, Moment."
Er drehte sich um und ging in Richtung Küche. Wie töricht - mir den Rücken zuzuwenden! Ich zog die abgesägte Schrotflinte unter meinem Rock hervor und schoss ihm zweimal in den Rücken. Bähm!! Nun musste ich es nur noch wie Selbstmord aussehen lassen, also: Fingerabdrücke abwischen, ihm die Schrotflinte in die Hand legen, für die Schmauchspuren noch einen weiteren Schuss abfeuern und zu guter Letzt noch den vorbereiteten Abschiedsbrief auf dem Couchtisch positionieren. Perfekt, niemand würde je einen Zweifel daran haben, dass dieser armselige Mann sich selbst zweimal in den Rücken geschossen hat, dann nachgeladen und anschließend noch einmal aus dem Fenster geschossen hat. Mein Werk war vollbracht, einen weiteren Tag Vorweihnachtszeit totgeschlagen.

Diese Geschichte soll euch zwei Dinge lehren:
1) Im Endeffekt ist es egal, ob er Selbstmord begeht oder ich es nur so aussehen lasse, denn die Geschichte wird immer von den Gewinnern geschrieben.
2) Wenn ihr Sex mit einem 12jährigen Schulmädchen möchtet, fragt immer zuerst nach dem Ausweis!

Denkt mal darüber nach.


Freitag, 12. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift III

Ein kleines Klo im Hinterzimmer einer verlassenen Lagerhalle. Dreckig und versifft - seit Jahren hatte diese Toilette keinen Menschen mehr gesehen. Doch nun war ich hier ... zitternd und schwach. Das
dritte Weihnachtsgeschenk machte mir Probleme, ich brauchte dringend etwas um wieder auf die rechte Spur zu kommen.
Ich kramte in meiner Manteltasche und nach einer Ewigkeit ertastete ich endlich das Tütchen Krümelkaffee. Genau das brauchte ich jetzt um wieder klar zu werden. Ich riss es auf und verteilte den Inhalt auf dem Toilettendeckel. Dann formte ich die Krümel zu einer Line und jagte sie mir mit einem Zug ins Hirn. Oh Gott, ein Gefühl wie Sex! Meine Muskeln pulsierten, meine Sinne schärften sich, das Blut schoss durch meine Adern. Jetzt konnte es weitergehen!

Meine Patentochter Klara hatte sich Superkräfte zu Weihnachten gewünscht. Daher hatte ich mir ein Labor gebaut und zehn Waisenkinder als Testobjekte besorgt. Doch die Waisenkinder waren bereits alle tot ... keines hatte Superkräfte entwickelt. Dabei hatte ich alles versucht: Spinnengift, Strahlung, ihr Blut durch Adamantium ersetzen .. eine Reihe von Fehlschlägen. Ich dachte schon ich hätte den Verstand verloren und sie wären alle umsonst gestorben - doch dank des Coffeins sah ich nun wieder klar. Es konnte von Anfang an nicht funktionieren! Natürlich nicht, schließlich waren es Waisenkinder. Aber wie wir aus Batman wissen muss man die Eltern der Kinder umbringen damit Superhelden aus ihnen werden! Um Klara ihren Wunsch zu erfüllen war also nichts weiter nötig als ihre Eltern zu ermorden. Wäre mir das doch nur gleich eingefallen! Nichts leichter als dass, ich würde ihnen einfach etwas Zyankali in den Weihnachtspunsch mischen. Die kleine Klara wird sicher vor Begeisterung ausflippen wenn ihre Eltern tot sind und sie dadurch Superkräfte bekommt.


Jetzt ging es mir besser - Klaras Wunsch würde sich erfüllen. Ich konnte ihren Namen von der Liste streichen. Nun gab es nur noch zwei Geschenke die mir fehlten. Ein gutes Gefühl ... zwei Geschenke und noch so viele Tage übrig. Die Nacht war zwar immer noch düster und kalt, doch es gab nun einen winzigen Lichtschimmer am Horizont. Denkt mal darüber nach.

Montag, 8. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift II

Ein eisiger Wind fegte durch die kahlen Bäume. Die Tage bis Weihnachten liefen davon, in bedrohlichem Tempo kam das perfide Fest näher. Das hieß es wurde Zeit ... Zeit ein weiteres Geschenk von meiner Liste zu streichen. Mit einem großen Schluck leerte ich den Plastikbecher in meiner Hand. Die Kraft der Mokka-Suppe schoß mir in die Adern: Fuck yeah! Jetzt war ich bereit, mit dieser Energie könnte ich alles schaffen. Alles, überall, jederzeit!

Endlich sah ich das helle Licht der Scheinwerfer um die Ecke biegen. Das Taxi hielt in der dunklen Gasse, zu der ich es bestellt hatte.
"Sie haben bestellt Taxi?"
"Ja", flüsterte ich heiser.
Zu schade, dass dieser fleißige Personenbeförderer die Nacht nicht überleben würde - aber mein guter Freund Johnny hatte sich nun mal gewünscht wieder einen Job als Taxifahrer zu bekommen. Und wie wir alle wissen ist der einzige Weg ein Taxifahrer zu werden das Blut eines Taxifahrers zu trinken. Taxifahrer, düstere Kreaturen der Nacht ... unsichtbar schleichen sie durch die Dunkelheit, wie Schatten, immer auf der Suche nach einem neuen, wehrlosen Kunden.
"Haben Sie Gepäck, soll ich helfen einladen für Sie?"
Der Taxifahrer stieg aus seinem Auto und ging auf die Styropor-Taschen zu, die ich als Köder ausgelegt hatte. Alles lief nach Plan, den Baseballschläger hinter meinem Rücken hatte er nicht bemerkt. Und als er ihn kommen sah, war es schon zu spät. Bähm! Der Taxifahrer ging zu Boden und verlor sogleich das Bewusstsein. Nun konnte ich unbesorgt sein infektiöses Blut ernten ...

Denkt nicht schlecht von mir. Ich habe den Mann schlussendlich doch leben gelassen, auch wenn er die nächsten Tage ein wenig blass im Gesicht aussehen dürfte. Sein Blut habe ich mit flüssigem Stückstoff gekühlt ... Johnny wird sich sicher über sein Weihnachtsgeschenk freuen. Mit müden Händen konnte ich seinen Wunsch von meiner Liste streichen. Die Wirkung des Coffeeins war fast völlig verflogen ... es wurde Zeit zu schlafen. Ich musste neue Kraft sammeln, denn es gab noch viele Geschenke zu sammeln. Denn eines war klar: Christmas was comming!

Samstag, 6. Dezember 2014

Christmas is coming! Gift I

Die Weihnachtszeit ist wieder da. Wie ein dunkler Schleier legt sich Kälte und Dunkelheit über unser sonst so prächtiges Land. Das einzige was mir die Kraft gibt diese trostlose Zeit zu überstehen ist eine Thermoskanne randvoll mit schönem heißen russischen Kaffee. Mit jeder Menge Nescafè ... ihr kennt ja den Spruch: Wodka kann, Kaffee muss. An manchen Tagen lass ich den Wodka ganz weg und gebe mir die volle Coffein Dröhnung. Mit dem schwarzen Stoff im Blut gehts dann ab ins Rotlichtviertel. Dort bezahlte ich dann eine der Nutten dafür, dass sie Sex mit einer Robbe hat.
Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich Frauen dafür bezahlte Tiere zu ficken die vielleicht schon bald ausgestorben sind? Oder bin ich ein Visionär? Werden nackte feuchte Robben schon bald die Frauen in den hochglanz Magazinen verdrängen? Wohl eher nicht. Mich zumindest widert an was diese Frau mit der Robbe macht ... aber Günther Jauch hatte sich nun mal ein Robben-Sexvideo zu Weihnachten gewünscht, also filme ich das dreckige Treiben bis zum bitteren Ende.

Ein Geschenk im Sack ... doch das war nur der Anfang. Nur eines der verstörenden Kapitel in dem Horrorbuch das alljährlich durch Weihnachten geschrieben wird. Es gab noch unzählige Geschenke da draußen, die erst noch besorgt werden wollte. Dieses Mal hat es das Leben einer Robbe gekostet, die an einer Überdosis Viagra gestorben ist. Welche Opfer würde das nächste Geschenk fordern? Wir werden es erleben, denn eines ist gewiss: Chirstmas is coming!