Sonntag, 6. Februar 2011

Tron: Legacy

Filmkritik: schlecht.
"Tron: Legacy", ein Film der 2010 erschienen ist und auch zur Zeit noch in den Kinos grasiert. Der Film ist in 3D produziert, was - für Fans von 3D-Filmen - wohl auch der einzige Grund sein dürfte sich diesen Film anzusehen.
Die Kostüme sind schlecht, die Story ist schlecht, die Effekte sind nicht außergewöhnlich, die Besetzung ist nicht außergewöhnlich... Das einzige was den Film aufpeppen kann, ist es, ihn in 4facher Geschwindigkeit zu sehen. So hat man es auch schon nach nur 30 Minuten hinter sich und die Grundstory dürfte man dennoch mitgekommen.
Zum Inhalt: Vater erschafft eine Cyberwelt in die man sich durch Quantenteleportation hineinbegeben kann. Vater wird darin von seinen eigenen Programmen gefangen gehalten. Sohn gelangt 20 Jahre später in die Cyberwelt ... die nebenbei fast genau wie die normale Welt aussieht, außer dass alle Leute Latexklamotten tragen und Neonstreifen haben. Sohn trifft Vater, beide bekämpften die bösen Programme. Vater Opfert sich um Sohn zu retten - Ende.
Kein weiter Kommentar - denkt mal drüber nach.

Samstag, 5. Februar 2011

Oc-Prüfung

Endlich ist es geschafft. Die Oc-Prüfung ist gehalten, und damit sind meine Energiereserven für diese Woche auch erschöpft. Ich kam schon so manches Mal zum Schlingern, bei seinen Fragen. Ich sollte Cyclohexanol oxidieren ... dann mit Glycerin reagieren lassen und das Ergebnis dann mild oxidieren. Nun war es ein Zucker und ich sollte sagen welcher und Bennennung nach D/L bzw R/S entscheiden.
Schließlich sollte ich die Mannich Reaktion aufschreiben und Keto-Enol-Tautomerie erklären. Dann noch eine Reaktion nach Claison. Dann sollte ich erklären warum die Enolform des Ketoesters das bei der Reaktion entstanden ist stabiler  ist als die Keto-Form.
Schlussendlich kamen wir zum Zucker: Betta-D-Glucopyranose aufzeichnen und sagen wie man daraus ein Vollacetal herstellen würde. Und wieso das ausgerechnet am 1-C-Atom geschehen würde.
Klingt natürlich alles leicht - aber vor bzw bei der Prüfung hat man schnell einen leeren Kopf. Dennoch ist Dr. Prof. Vogel sehr freundlich und führt einen auf den richtigen Weg wenn man mal hängen bleibt oder vorschnell ist. Und an sich erwarten sie auch nicht Perfektion, da sie einem den Prüfungsstress zu Gute halten. 
Ja, so ist das alles. Denkt mal drüber nach.

Im T-Shirt!

Der Tag der Abrechnung ist gekommen - meine mündliche OC-Prüfung steht unmittelbar bevor. Und dank der Kleiderordnung wird es mir nicht möglich sein, im T-Shirt dort zu erscheinen.
Welch eine Tragödie, jeder weiß doch das nichts einen Mann so gut kleidet wie ein T-Shirt. Es ist kühl, leicht und locker - als wolle es uns dazu verleiten sportlich und frei zu sein. Zugleich taugt es auch im tiefsten Winter, indem man einfach ein zweites T-Shirt über das erste zieht. Das nennt man Zwiebelschalenprinzip, und jeder weiß dass wenige dünne Kleidungsstücke übereinander wärmer sind als ein dickes.
Ja ... T-Shirts, nichts eignet sich mehr um provokante oder philosophische Sprüche darauf abzubilden, um farbenfrohe Bilder drauf zu drucken, die eines jeden Tag erhellen. Enge T-Shirts für Leute die sexy sein wollen - weite T-Shirts für Leute die nicht sexy sind. Für jeden ist das richtige Shirt dabei. Zudem sind T-Shirts preiswert und individuell. Sie schaffen auch viele Arbeitsplätze in der dritten Welt. Die meisten Kinder in den T-Shirt-fabriken haben nicht mal einen Schulabschluss, ohne ihre Arbeit währen sie dem Hungertod hilflos ausgeliefert.
Doch solange Prof. Vogel über die Prüfung bestimmt, zählen all diese Argumente wohl nicht. So werde auch ich, wenn ich nachher zur Prüfung schreite, einen Pull... Pull... Pull-over über meinem T-Shirt tragen. Möge Gott unseren Seelen gnädig sein. Denkt mal drüber nach.

Freitag, 4. Februar 2011

Seelig sind die geistig armen

Wie viele von uns Chemikern habe auch ich den heutigen Tag ausschließlich mit Lernen verbracht. So viel gelernt habe ich lange nicht mehr, es waren gut 8 Stunden wenn man die Pausen abzieht. Der Trick dabei, sich für so lange Zeit zu motivieren, ist es den Spaß am Lernen nicht zu verlieren - deshalb habe ich ein kleines Spiel entwickelt, um mir das Lernen schmackhafter zu machen. Nach jeweils zehn auswendig gelernten Skript-Seiten trinke ich einen Kurzen.
Und spätestens nach der 300sten Seite hat man schlussendlich das Gefühl, alles zu wissen. Die chemische Struktur der DNA - ein Kinderspiel. Wie Lactose oder Saccharose aufgebaut ist - ein Klacks. Wo der Unterschied zwischen Cholin, Chinolin oder Chinol ist, Glas klar. Was Pyridin, Pyrimidin und Pyran gemeinsam haben, die Antwort ist natürlich 6. Wieso Sekundenkleber Cyanid enthält, und wieso daraus Plexiglas wird wenn man es gegen Methyl ersetzt - gibt es was Leichteres? Die Liste ließe sich endlos weiterführen ... und genau das ist das Problem. Wir wissen viel ... zu viel! Wir dürfen Professor Vogel nicht zeigen, wie viel wir in all der Zeit gelernt haben. Wenn er erkennt, dass wir eine Bedrohung sind, könnte er uns alle vernichten. Wir alle Wissen dass  er die Mittel dazu hat ... ja genau ... ihr wisst wovon ich spreche: Er hat einen Bootsführerschein, das einzige was uns Chemiker umbringen könnte.
Also wenn ihr euch in Prof. Vogels Prüfung wiederfindet, und auf dutzende lachhaft einfache Fragen stoßt - dann stottert, plappert, und tut so als wüsstet ihr von nichts. Denn unser Leben ist mehr wert, als eine gute Note. Denkt mal drüber nach.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Chatexperimente III

Die experimellen Erkenntnisse aus dem letzten Chatexperiment waren ein voller Erfolg. Dutzende, wenn nicht sogar hunderte Frauen konnte ich so mit meinem perfiden Netz aus Lügen einwickeln, um meine tierischen Gelüste an ihnen zu stillen.
Doch nachdem ich gestern in How I met your mother von Barneys perfekter Woche gehört habe, spornte mich das zu mehr an. Also ging ich wieder ans Reißbrett und versuchte meine Anmache zu verfeinern. Ja, Komplimente führen oft zum Erfolg - doch worüber soll man die Komplimente machen? Hat das Bezugsobjekt der Komplimente vielleicht Einfluss auf die Erfolgsquote?
Ich begann also erneut eine repräsentative Menge an Frauen mit verschiedenen Komplimenten anzuschreiben - einmal ein Kompliment über das Aussehen, einmal ein Kompliment über den Charakter, und einmal ein Kompliment über die Brüste. Die Sprüche lauteten wie folgt:
  • Körper: "Hey, dein Foto ist wirklich schön. Natürlich, das hörst du sicher öfter - aber was soll ich machen, wenn es doch so ist ;). Hinter so schönen Augen verbirgt sich bestimmt auch eine interessante Frau. Wie wärs wenn wir ein bisschen schreiben und du es mich herausfinden lässt?"
  • Charkter: "Hey, du siehst wirklich lieb aus. Wenn ich dein Foto sehe, sehe ich eine gerechte, stolze Ritterin - klingt komisch, ist aber so ;) Auf jeden Fall würde es mich freuen, wenn wir ein wenig schreiben - wie wärs?"
  • Brüste: "Hey, scharfe Brüste. Sie passen zu dir und die Typen stehen bestimmt Schlange bei dir ;) Ich würde mich gerne einreihen, wie wärs wenn wir ein wenig schreiben?"
Und wie zu erwarten umflatterten mich die gierenden, willigen Frauen. Eine Antwortquote von rund 50%, für eine überwilderte Chatplattform wie mv-spion eine gute Leistung. Und die Reaktionen lauteten wie folgt:
Offenbar darf man nicht Komplimente über ihre Brüste machen ... eine bahnbrechende Erkenntnis. Ich meine, ihre Brüste sind doch das einzige was einen interessiert - dennoch dürfen wir uns das scheinbar nicht anmerken lassen. Schlüsseln wir nun die Ergebnisse weiter auf, um auf genauere Informationen zu stoßen.
Diese simple und allgemein verständliche Grafik braucht wohl kaum eine Erklärung. Ich werde dennoch ein paar Worte dazu sagen. Verfolgt man die gelben Stränge, die für mäßige Reaktionen stehen, sehen wir ein Minimum bei Komplimenten zum Charakter. Ein Maximum der dunkelgrünen Linie ist ebenfalls bei diesem Typ von Komplimenten zu sehen. Und das ist des Pudels Kern. Will man einen Flirt der direkt zu Sex führt, und nicht nur bei mäßigen Plaudereien stagniert, sind Komplimente über den Charakter das Mittel der Wahl.
Nutzt diese Erkenntnis weise - und denkt mal drüber nach.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Geld (r)anschaffen

Wie jeden Monatsanfang war es auch gestern Abend wieder an der Zeit sich über die Miete Gedanken zu machen. Es ist kein Geheimnis, dass es für mich nur diese eine Sache gibt, mit der ich immer wieder das benötigte Geld auftreiben kann ... also zog ich meinen heißesten Fummel an und begab mich zum Bahnhof. Schnell hatte ich einen schmierigen Typen gefunden, dem ich es geben konnte - das Geld für eine Fahrkarte. Denn ohne gültige Fahrkarte darf man sich auf dem Bahnhofsgelände nicht aufhalten.
Nun konnte die eigentliche Arbeit beginnen. Ich stellte mich also an einen günstigen Platz und setzte ein verführerisches Lächeln auf ... wenig später kam ein schmantiger fetter Kerl auf mich zu. Er fragte ob ich hätte was er bräuchte, und ob er ihn mal sehen und anfassen dürfte ... mir war klar was ich jetzt tun musste. Ich griff in meine Hose und holte ihn heraus. Der Kerl nahm ihn und begutachtete ihn misstrauisch - doch dann gab er mir den Fahrschein zurück und machte sich davon. Es hatte sich also gelohnt die Fahrkarte zu kaufen, sonst hätte der fette Schaffner mich sicher rausgeworfen.
Doch noch hatte ich nichts verdient, und es wurde schon spät. Erst nach Mitternacht kam ein dürrer alter Mann zu mir, der fragte ob ich sein Ding lutschen wolle. Natürlich tat ich es gerne ... doch wieder war ich 50 Cent ärmer, denn genau so viel kostete der Lolly. Ich frage mich bis heute warum dieser alte Mann nach Mitternacht Lutscher auf dem Bahnhof verkauft.
Schlussendlich ging ich nach Hause. Ein deprimierender Abend - ich hatte nicht einen Drogendealer erwischt. Wenn das so weitergeht, wird die Kriminalpolizei mich bald als Drogenfahnder entlassen ...  und wie soll ich dann noch die Miete bezahlen? Vielleicht habe ich ja heute Abend mehr Glück. Denkt mal drüber nach.

Dienstag, 1. Februar 2011

Anal.-Prüfung

Heute war die Analytikprüfung. Und von den bisherigen 3 Prüfungen war es sicher die schwerste - obwohl auch hier wieder viele Ankreuzaufgaben drin waren. Jedoch gab es viele Antwortmöglichkeiten und oft mehr als eine richtige Lösung. Eine Kostprobe:
Was gehört zur Maßanalyse?:
[ ] Urtiter
[ ] Titrant
[ ] Vollpipette
[ ] Messkolben
[ ] Rundkolben
[ ] Volumenmessung
[ ] Polarimeter
Und volle Punkte nur wenn ihr alle Richtigen angekreuzt - und alle Falschen nicht angekreuzt habt. Wie ihr seht oft ein Fall von Russisch-Roulette. Sicher würde eine Titration auch ohne Vollpipette funktionieren - dennoch muss man nicht selten eine benutzen...
Nun bleibt uns nur noch auf die Ergebnisse zu warten...