Montag, 7. Februar 2011

Weißes Fleisch

Am heutigen wunderschönen Montag wollte ich meinen guten Freund Günther Jauch besuchen. Bezüglich seiner neuen Partei und seinen politischen Ambitionen hatten wir schon oft telefoniert - doch nun wollte ich ihn mal zu Hause überraschen.
Als ich jedoch an seine Appartementtür kam, umfingt mich plötzlich ein faulig-fischiger Geruch. Und aus dem Inneren der Wohnung schallte laut das Lied "Weißes Fleisch", von Rammstein - so laut, dass er mein Klingeln nicht zu hörten schien. Nichts Böses ahnend öffnete ich also die Tür ... was ich jedoch dann sah, raubte mir den Atem. Robben! Tote Robben ... dutzende, einige auf dem Boden, andere auf Schränken und einige hingen an Stricken von der Decke. Günther Jauch schien rückfällig geworden zu sein ... dieses kranke Scheusal! Wer kann den süßen Robben nur so etwas grausames antun - sie haben doch so seidig glatte Haut und solch süße niedliche Äuglein. Ich war angeeckelt ... doch auf das, was dann kam, war ich nicht gefasst. Ich betrat die Wohnstube, und dort stand er - nackt und offenbar in sein sexuelles Treiben mit einer der Robben vertieft. Er hatte ihr eine Schuluniform angezogen und eine blonde Parücke aufgesetzt.
In dem Moment bemerkte er mich - wild fauchend fuhr er herum und ehe ich reagieren konnte, sprang er aus dem geschlossenen Fenster. Einen Augenblick überlegte ich ihm zu folgen - doch eine der Robben schien noch am Leben zu sein - also brachte ich sie ins Krankenhaus. Zumindest körperlich ist sie inzwischen wieder stabil ... doch ihre Psyche wird sich wohl nie mehr erholen.
Wie viele Robben müssen noch sterben Herr Jauch, wie viele?!
Denkt mal drüber nach.

Sonntag, 6. Februar 2011

Erholung

Es war eine harte, brutale, selbstmörderische Woche - doch nachdem ich schlussendlich alle Hürden genommen hatte, konnte ich den heutigen Tag nutzen um zu entspannen. Einen Tag mal keine Gedanken an Prüfungen, Praktikas, Miete oder Günther Jauch verschwenden. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag, um die Robben auszurotten... oder war ich derjenige der sie retten wollte? Nein, ich glaub ich mag keine Robben - ich meine die sind so glitschig und dann ihre großen, leeren Augen ... gruselig!
Stattdessen habe ich heute ein komplettes Flash RPG durchgespielt. Es ging sogar überraschend schnell, probiert es ruhig auch mal aus, der Link ist: http://www.newgrounds.com/portal/view/495903. Und natürlich gab es noch viele andere entspannende Sachen zu tun an diesem freien Tag.
Doch die Ruhe ist trügerisch, denn schon morgen heißt es wieder vorausschauen auf die nächsten Prüfungen ... Aber so ist das wenn man ein Student ist, das Leben ist kein Ponyhof. Denkt mal drüber nach.

Tucker & Dale vs Evil

Filmkritik: gut.
Die Inhaltsangabe klingt leicht langweilig - dennoch handelt es sich bei "Tucker und Dale vs Evil" um eine Komödie, die auch tatsächlich witzig ist. Der Film kommt dabei fast ohne Spezial-Effekts aus, sondern stützt sich schlicht auf eine solide Grundidee.
Die da wäre: Zwei "Dorftrottel" machen in einem kleinen Waldgebiet Urlaub - genau wie auch eine Gruppe Teenager. Während die beiden Dorftrottel Nachts fischen, beobachten sie wie eines der Mädchen zu ertrinken droht und retten sie. Was für die restlichen Teenis aber anders aussieht. Diese denken die Dorftrottel wären gestörte Psychokiller und hätten ihre Freundin entführt.
Der Auftackt für ein paar witzige Verstrickungen. Ob der Film es je in die deutschen Kinos geschafft hat weiß ich nicht - aber es müsste ne Deutsche DVD geben. Denkt mal drüber nach.

Tron: Legacy

Filmkritik: schlecht.
"Tron: Legacy", ein Film der 2010 erschienen ist und auch zur Zeit noch in den Kinos grasiert. Der Film ist in 3D produziert, was - für Fans von 3D-Filmen - wohl auch der einzige Grund sein dürfte sich diesen Film anzusehen.
Die Kostüme sind schlecht, die Story ist schlecht, die Effekte sind nicht außergewöhnlich, die Besetzung ist nicht außergewöhnlich... Das einzige was den Film aufpeppen kann, ist es, ihn in 4facher Geschwindigkeit zu sehen. So hat man es auch schon nach nur 30 Minuten hinter sich und die Grundstory dürfte man dennoch mitgekommen.
Zum Inhalt: Vater erschafft eine Cyberwelt in die man sich durch Quantenteleportation hineinbegeben kann. Vater wird darin von seinen eigenen Programmen gefangen gehalten. Sohn gelangt 20 Jahre später in die Cyberwelt ... die nebenbei fast genau wie die normale Welt aussieht, außer dass alle Leute Latexklamotten tragen und Neonstreifen haben. Sohn trifft Vater, beide bekämpften die bösen Programme. Vater Opfert sich um Sohn zu retten - Ende.
Kein weiter Kommentar - denkt mal drüber nach.

Samstag, 5. Februar 2011

Oc-Prüfung

Endlich ist es geschafft. Die Oc-Prüfung ist gehalten, und damit sind meine Energiereserven für diese Woche auch erschöpft. Ich kam schon so manches Mal zum Schlingern, bei seinen Fragen. Ich sollte Cyclohexanol oxidieren ... dann mit Glycerin reagieren lassen und das Ergebnis dann mild oxidieren. Nun war es ein Zucker und ich sollte sagen welcher und Bennennung nach D/L bzw R/S entscheiden.
Schließlich sollte ich die Mannich Reaktion aufschreiben und Keto-Enol-Tautomerie erklären. Dann noch eine Reaktion nach Claison. Dann sollte ich erklären warum die Enolform des Ketoesters das bei der Reaktion entstanden ist stabiler  ist als die Keto-Form.
Schlussendlich kamen wir zum Zucker: Betta-D-Glucopyranose aufzeichnen und sagen wie man daraus ein Vollacetal herstellen würde. Und wieso das ausgerechnet am 1-C-Atom geschehen würde.
Klingt natürlich alles leicht - aber vor bzw bei der Prüfung hat man schnell einen leeren Kopf. Dennoch ist Dr. Prof. Vogel sehr freundlich und führt einen auf den richtigen Weg wenn man mal hängen bleibt oder vorschnell ist. Und an sich erwarten sie auch nicht Perfektion, da sie einem den Prüfungsstress zu Gute halten. 
Ja, so ist das alles. Denkt mal drüber nach.

Im T-Shirt!

Der Tag der Abrechnung ist gekommen - meine mündliche OC-Prüfung steht unmittelbar bevor. Und dank der Kleiderordnung wird es mir nicht möglich sein, im T-Shirt dort zu erscheinen.
Welch eine Tragödie, jeder weiß doch das nichts einen Mann so gut kleidet wie ein T-Shirt. Es ist kühl, leicht und locker - als wolle es uns dazu verleiten sportlich und frei zu sein. Zugleich taugt es auch im tiefsten Winter, indem man einfach ein zweites T-Shirt über das erste zieht. Das nennt man Zwiebelschalenprinzip, und jeder weiß dass wenige dünne Kleidungsstücke übereinander wärmer sind als ein dickes.
Ja ... T-Shirts, nichts eignet sich mehr um provokante oder philosophische Sprüche darauf abzubilden, um farbenfrohe Bilder drauf zu drucken, die eines jeden Tag erhellen. Enge T-Shirts für Leute die sexy sein wollen - weite T-Shirts für Leute die nicht sexy sind. Für jeden ist das richtige Shirt dabei. Zudem sind T-Shirts preiswert und individuell. Sie schaffen auch viele Arbeitsplätze in der dritten Welt. Die meisten Kinder in den T-Shirt-fabriken haben nicht mal einen Schulabschluss, ohne ihre Arbeit währen sie dem Hungertod hilflos ausgeliefert.
Doch solange Prof. Vogel über die Prüfung bestimmt, zählen all diese Argumente wohl nicht. So werde auch ich, wenn ich nachher zur Prüfung schreite, einen Pull... Pull... Pull-over über meinem T-Shirt tragen. Möge Gott unseren Seelen gnädig sein. Denkt mal drüber nach.

Freitag, 4. Februar 2011

Seelig sind die geistig armen

Wie viele von uns Chemikern habe auch ich den heutigen Tag ausschließlich mit Lernen verbracht. So viel gelernt habe ich lange nicht mehr, es waren gut 8 Stunden wenn man die Pausen abzieht. Der Trick dabei, sich für so lange Zeit zu motivieren, ist es den Spaß am Lernen nicht zu verlieren - deshalb habe ich ein kleines Spiel entwickelt, um mir das Lernen schmackhafter zu machen. Nach jeweils zehn auswendig gelernten Skript-Seiten trinke ich einen Kurzen.
Und spätestens nach der 300sten Seite hat man schlussendlich das Gefühl, alles zu wissen. Die chemische Struktur der DNA - ein Kinderspiel. Wie Lactose oder Saccharose aufgebaut ist - ein Klacks. Wo der Unterschied zwischen Cholin, Chinolin oder Chinol ist, Glas klar. Was Pyridin, Pyrimidin und Pyran gemeinsam haben, die Antwort ist natürlich 6. Wieso Sekundenkleber Cyanid enthält, und wieso daraus Plexiglas wird wenn man es gegen Methyl ersetzt - gibt es was Leichteres? Die Liste ließe sich endlos weiterführen ... und genau das ist das Problem. Wir wissen viel ... zu viel! Wir dürfen Professor Vogel nicht zeigen, wie viel wir in all der Zeit gelernt haben. Wenn er erkennt, dass wir eine Bedrohung sind, könnte er uns alle vernichten. Wir alle Wissen dass  er die Mittel dazu hat ... ja genau ... ihr wisst wovon ich spreche: Er hat einen Bootsführerschein, das einzige was uns Chemiker umbringen könnte.
Also wenn ihr euch in Prof. Vogels Prüfung wiederfindet, und auf dutzende lachhaft einfache Fragen stoßt - dann stottert, plappert, und tut so als wüsstet ihr von nichts. Denn unser Leben ist mehr wert, als eine gute Note. Denkt mal drüber nach.