Samstag, 26. Februar 2011

Aber mal ernsthaft

Vieles schreibe ich in meinen Blog - und es ist nicht leicht, dabei immer etwas halbwegs Neues und Kreatives zu bieten. So kommt es, dass sich viel Unfug unter den Beiträgen befindet. Die Leute fragen mich: "Jetzt mal im Ernst, bist du bescheuert?!"
Aber ich möchte euch sagen, was wirklich bescheuert ist: Dass die Menschen in der dritten Welt immer noch verhungern, während  wir tonnenweise Nahrung in den Hausmüll werfen. Dass die Menschen dort langsam und qualvoll verdursten, während wir täglich unter der Dusche Hektoliter an Wasser verschwenden. Dass die Leute dort an Masern sterben, während wir für jeden kleinen Schnupfen zum Arzt laufen und uns mit Antibiotika vollpumpen. Und auch, dass die Frauen dort an Skorbut sterben, während unsere Frauen hier lieber spucken statt zu schlucken.
Das muss ein Ende haben verdammt! Ich beschwöre euch, hört auf euren Müll wegzuwerfen, hört auf zu duschen und geht nicht mehr zum Arzt. Denn nur so haben wir die Möglichkeit auf eine bessere und gerechtere Zukunft. Denkt mal drüber nach.

Freitag, 25. Februar 2011

Bienen und Blumen III

Heute morgen hatte ich einen Termin bei meinem Arzt Doktor Dent. Zufällig erzählte ich ihm von meinen Sorgen und der Hochzeit - da meinte er, von einem Kuss kann man gar nicht schwanger werden.
Armer naiver Dr. Dent, möge Gott seiner verblendeten, ketzerischen Seele gnädig sein. Jeder weiß doch, dass voreheliches Küssen das Werk Satans ist, und die Schwangerschaft die Strafe dafür, welche noch schlimmer ist als der Tod oder das Fegefeuer.
Doch ich war einfach noch zu jung zum Sterben ... bzw zum Heiraten, deshalb entwickelte ich einen gewieften Plan. Was viele nämlich nicht wissen, ein alter, rostiger Drahtbügel ist alles was man braucht, um ein Kind abzutreiben. Kein Kind, keine Heirat, keine Probleme - bin ich genial, oder bin ich genial?
So kam es, dass ich heute doch nicht geheirate habe. Linda Lippermen hat den medizinischen Eingriff auch gut überstanden - sie ist gerade unter der Dusche. Sie duscht jetzt sicher schon zwei Stunden ... dennoch sagt sie immer sie wäre noch dreckig. Außerdem weint sie ständig, dabei hat sie gar keine physischen Schmerzen, die einzige Art von Schmerz, die ein Mann kennt ... eine eigenartige Frau. Denkt mal drüber nach.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Bienen und Blumen II

Früher als erhofft habe ich Linda Lippermen heute wiedergetroffen. Sie stand vor meiner Tür und hat gefragt, wann und wo die Hochzeit stattfinden soll. Habe ich mir das eingebildet, oder war ihr Bauch heute dicker als gestern? Sie wird doch nicht tatsächlich ... es lässt sich wohl nicht mehr leugnen. Deshalb gibt es keinen anderen Weg für mich, als sie zur Frau zu nehmen - ich möchte nicht, dass unser Sohn als Bastard aufwächst.
Pfarrer Peter Patterson meinte, die Kirche steht morgen für eine Trauung zur Verfügung und er würde sich darauf freuen, unsere Zeromonie durchführen zu dürfen. Der Florist Frank hat bereits den Festsaal geschmückt, der Bäcker Ben hat schon unsere Hochzeitstorte gebacken ... das geht alles so schnell. Wenn mir jetzt nicht sehr bald eine gute Idee kommt, werde ich aus der Sache nicht mehr rauskommen.
Ich hätte damals auf Stanley Schlingel hören sollen: Nie ohne Kondom küssen. Das Teil verursacht zwar einen üblen Geschmack auf der Zunge, aber immer noch besser als der bittere Nachgeschmack einer Schwangerschaft. Man sollte meinen ich wäre alt genug um zu wissen wie man sich bei solchen Themen verhält ... das sollte man meinen.
Wird fortgesetzt.

Bienen und Blumen I

Wie jeder weiß bin ich ein Partylöwe und Frauenheld, so auch wieder diesen Abend. Ich war auf die Geburtstagsparty von Sandy Sonnenschein eingeladen. Es war eine wilde, aufregende Party, der Alkohol floss in Strömen und auf der Tanzfläche herrschte dichtes Gedränge.
Die entscheidende Wendung nahm der Abend jedoch erst, als Karl Kurzmann mich zum Kampftrinken herausforderte. Einen Kurzen nach dem anderen kippten wir, von Sambucca zu Jägermeister, über B52 zu Tequila und schließlich zu Flatlinern, Orgasmen und Ouzo. Ich hatte mich schon auf die Pfeffi-Runde gefreut, aber da kippte Karl Kurzmann um und das Kampftrinken mit den Kurzen war beendet. Ich war der strahlende ... aber auch prallvolle Gewinner.
Ein fremdartiges, ungewöhnliches Gefühl begann sich in mir auszubreiten. Es war als hätte eine animalische Seite von mir Besitz ergriffen - und diese Seite wollte nur eins: Frauen! Dank meiner meisterhaften Flirtkünste ließen diese auch nicht lange auf sich warten, schnell war ich mit Linda Lippermen in einer dunklen Ecke verschwunden. Dort begannen wir nun uns stundenlang und auf dreckigste und heftigste Weise zu küssen.
Als ich mein Kuss-Verlangen endlich an ihr befriedigt hatte, ließ ich sie wie einen benutzen Einweggrill in der Ecke stehen. Was hatte ich nur getan? Was war da gerade passiert ... hatte ich Linda etwa geküsst, ohne zu verhüten? Mein männlicher Speichel könnte sie doch nicht etwa geschwängert haben? Wie könnte er das nicht, wo ich doch vor Potenz und Fruchtbarkeit nur so strotze? In meinen Zweifeln und Selbstvorwürfen gefangen, fand ich schließlich den Weg nach Hause.
Tja, und das waren die Ereignisse der heutigen Nacht, die sich tatsächlich genau so abgespielt haben und nicht frei von mir erfunden sind. Doch wie soll das alles weitergehen? Wartet das düstere Nachspiel nur darauf, über mich herein zu brechen?
Fortsetzung folgt.

Mittwoch, 23. Februar 2011

An Tagen wie diesen

Die Vorlesungsfreie Zeit nutze ich ja oft, um mal wieder den Ämtern oder Ärzten einen Besuch abzustatten. Das schöne an Ämtern und Ärzten ist, dass sie oft nur morgens für vielleicht zwei, drei Stunden Sprechzeiten haben. Anstatt also alle Gänge an einem Tag machen zu können, muss man es auf mehrere Morgene verteilen.
Aber es gibt ein Problem bei der Sache: Den Wind!
Wind ... für die einen ein klimatisch unabdingbares Wetterphänomen, für die meisten anderen das Werk Satans. Unsichtbar und beinahe lautlos schleicht er sich an - doch plötzlich ist er da und unterjocht jede noch so warm gekleidete Person. Einmal in den eisigen Fängen des Windes gefangen, hat man nur wenig Möglichkeiten dem schleichenden Kältetod zu entrinnen. Nicht wenige haben schon unter einem Baum, oder hinter engen Häuserfronten Schutz gesucht, um dort dann elendig zu verhungern. Die die dem Wind trotzen, kommen meist nur mit schweren Erfrierungen davon.
Aber diese Bürde muss man wohl einfach tragen, wenn man an der Küste lebt. Denkt mal drüber nach.

Dienstag, 22. Februar 2011

Gullivers Reisen (2011)

Filmkritik: so la la.
Auch wenn der Film sicher die eine oder andere lustige Stelle enthält, ist er leider nur mäßig unterhaltsam. Die Handlung ist ziemlich flach - und die meisten Witze sind es auch. Wenn ihr wirklich Langeweile habt guckt vielleicht mal rein, aber man verpasst nichts, wenn man es sein lässt.

127 Hours

Filmkritik: gut
Ein Film der genau das hält, was der Klappentext verspricht: Ein Mann wird in einer Felsspalte gefangen. Trotz des doch sehr minimalistischen Inhaltes, kann der Film einen guten Spannungsbogen aufbauen. Mir persönlich waren seine Halluzinationen usw dann in der Spalte zwar zu viel, aber die 20 Minuten gehen auch rum.
Besser hätte man die Situation in einer Felsspalte gefangen zu sein wohl nicht umsetzen können, besonders der Schock und das Unverständnis, als er plötzlich nach dem Fall feststellt, dort eingeklemmt zu sein, ist schön dargestellt. Wenn ich mal irgendwo gefangen bin und mir klar wird ich komm da nicht lebend raus, würde meine Reaktion wohl ähnlich aussehen. Natürlich hätte ich nicht 127 Stunden gebraucht um festzuestellen, dass meine einzige Chance auf Rettung darin besteht, mir den Arm abzutrennen ... Aber den Film 127 Sekunden zu nennen, wäre ja lächerlich gewesen.
Seht ihn euch also ruhig mal an, 90 Minuten gehen dabei gut rum.